Jugendliche aus Dinslaken erfinden Vertretungslehrer-App für Teilnahme an First Lego League

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Das Team bei der Arbeit am Roboter, v. l. n. r.: Jannis Wolfram, Moritz Stein, Robin Knoth, Jordan Freeman

Bereits zum dritten Mal nimmt ein Team von Jugendlichen aus Dinslaken am Technik- und Wissenschaftswettbewerb FIRST® LEGO® League (FLL) teil. Mit einem Lego-Roboter und einer App für Vertretungslehrer im Gepäck geht das Team „SAPpalot!“ in dieser Saison zum Ersten Mal als Titelverteidiger in einem Regionalturnier an den Start.

In sportlicher Atmosphäre führt FIRST® LEGO® League (FLL) Kinder und Jugendliche an Wissenschaft und Technik heran. Teams aus bis zu 10 Kindern und Jugendlichen bauen und programmieren Lego-Roboter, die selbständig verschiedene Missionen erfüllen können. Zusätzlich forschen die Teams zu einem vorgegebenen Thema und präsentieren die Ergebnisse vor einer Jury.
Dazu treffen sich die vier Schüler zwischen 13 und 14 Jahren und die drei Coaches jeden Freitag Abend zur gemeinsamen Forschung und Entwicklungsarbeit. Nach 3 Jahren FLL-Teilnahme sind die Rollen im Team klar verteilt. Robin und Jannis kümmern sich um den Roboter-Bau und die Programmierung, während Moritz und Jordan ihre Schwerpunkte bei Forschung, App-Programmierung und Präsentation setzen.
Das Thema der FLL Saison 2014/2015 lautet: „Das Klassenzimmer der Zukunft“. Dazu beschäftigt sich das Team mit der Problematik von Unterrichtsausfall in deutschen Schulen. Alleine in 2011 sind in Deutschland pro Woche 1 Million Unterrichtsstunden ausgefallen. Mindestens genauso viele Stunden werden nicht nach Stundenplan gehalten, weil sie z.B. nicht fachgerecht vertreten werden können.
Genau hier setzt die Vertretungslehrer-App an. Der Fach- bzw. Klassenlehrer pflegt sein Klassenbuch elektronisch in der App. Sollte der Lehrer dann ungeplant ausfallen, so kann die App auf Basis des bisherigen Unterrichtsverlaufs einer konkreten Klasse Vertretungspläne errechnen und vorschlagen. So soll zumindest das Risiko minimiert werden, dass der Vertretungsunterricht aus „Filme gucken“ besteht, anstatt sich z.B. fachgerecht auf die nächste Klassenarbeit vorzubereiten.
Jetzt fiebert das Team dem 17. Januar entgegen. Nach einem überraschenden Sieg im letzten Jahr wollen sie an diesem Tag ihren Titel im Regionalturnier Recklinghausen verteidigen. Die Konkurrenz dürfte dieses Mal noch härter sein als im letzten Jahr. Aber das Team ist sich einig: „Wir wollen in die Semifinals.“
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