Dorstener Stadtklänge an (un)gewöhnlichen Orten

Anzeige
Waghalsiger Spielwitz und schwindelnd erregende Tempi sind die besonderen Merkmale der Gruppe UWAGA!
 
Furiosef: Musikalisch furios geht es auch beim Gastspiel von Manfred Heinen und Markus Türk bei der Firma Laschinger Bedachungen zu.

Stadtklänge 2013 - unter diesem Motto laden der Trägerverein Altes Rathaus, das städtische Kulturbüro und die Sparkasse Vest Recklinghausen Musikfreunde zu einer außergewöhnlichen Veranstaltungsreihe im September/Oktober an (un)gewöhnlichen Orten ein.

Waghalsiger Spielwitz und schwindelnd erregende Tempi sind die besonderen Merkmale der Gruppe UWAGA!, die das Eröffnungskonzert am Freitag, 20. September, um 20 Uhr in der Alten Aula des Gymnasiums St. Ursula bestreiten. Mit Geige, Bratsche, Akkordeon und Kontrabass begeben sich Christoph König, Maurice Maurer, Miroslav Nisic und Matthias Hacker auf einen irrwitzig-anarchischen Streifzug durch das klassische Repertoire vom Barock bis zur Spätromantik. Ihr Ergebnis ist ein eigener Sound irgendwo zwischen Klassik, Jazz, Zigeunermusik und modernen Popsongs.
Die Botschaft von UWAGA! wurde bisher überall verstanden: in renommierten Konzertsälen, in Clubs und auf Festivals, in Shanghai, St. Petersburg und Wien und sicherlich auch am 20. September in Dorsten.

Musikalisch furios geht es auch beim Gastspiel von Manfred Heinen und Markus Türk am Freitag, 27. September, um 20 Uhr bei der Firma Laschinger Bedachungen im Schwickingsfeld, zu. Mit Furiosef haben die beiden musikalischen Allroundtalente vom Niederrhein ein Programm auf die Beine gestellt, das eine einzigartige Symbiose aus Kabarett, Klamauk, Jazz, Folk, Welt- und Volksmusik schafft. Mit ihrem Instrumentarium, das von Klavier und Akkordeon über Trompete und Ventilposaune bis zu Didgeridoo reicht, treiben sie die Zuhörer in einen furiosen Sturm des Gelächters, aus dem es kein Entrinnen gibt. Nachhaltig gelang ihnen dies bereits auf internationalen Festivals, bei Gastspielen in Italien, den Niederlanden, Frankreich, Polen und im fernen Madagaskar sowie in zahlreichen deutschen Städten. Dies Konzert wird in Zusammenarbeit mit Bauwerk e.V. durchgeführt.

Ein Programm ganz anderer Art bietet das Dortmunder Vocalensemble Opella Nova am Sonntag 29. September, um 17 Uhr in der Franziskanerkirche. Mit faszinierenden Klangeffekten interpretiert das Ensemble unter dem Thema „Die innerliche Flamm“ musikalische Kostbarkeiten des europäischen Frühbarocks u.a. mit Kompositionen von Johann Hermann Schein, Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo und Jean Baptiste Lully. Die musikalische Zeitreise wird mit Texten des Londoner Samuel Pepys aus der Mitte des 17. Jahrhunderts verknüpft. So entsteht durch Motetten und Madrigale, durch Tanz-, Liebes- und Hirtenlieder und entsprechenden Texten eine heitere spätsommerliche Atmosphäre.

Zu ganz anderen musikalischen Reisestationen bricht die BigBand Dorsten beim Familienkonzert am Donnerstag, 3. Oktober, um 16 Uhr in der Aula des Gymnasiums Petrinum auf. Der Münsteraner Schauspieler Christoph Bäumer als „Stolperjan“ und die BigBand Dorsten unter der Leitung von Stephan Schulze nehmen das Publikum mit auf eine Reise zu den Wurzeln des Jazz. Große und kleine Konzertbesucher können so miterleben, wie sich in New Orleans eine Dixie-Kapelle in eine richtige Big Band verwandelt und auf dem Mississippi musikalische Stationen vorbeiziehen, bevor alle zum großen Finale in New York erwartet werden. Nachdem die BigBand Dorsten mit diesem Programm für Begeisterungsstürme beim diesjährigen Münsterschen Jazzfest gesorgt hat, wird ihr dies bei ihrem Dorstener Heimspiel sicherlich auch gelingen.

Die Schauspielerin Martina Roth und der Regisseur, Bühnenbildner und Gitarrist Johannes Conen bilden ein höchst kreatives Künstlerpaar bei ihrem Programm „Herzkeime“ am Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr im Jüdischen Museum Westfalen. Dieser musikalische Theaterabend, der sich den beiden jüdischen Lyrikerinnen Selma Meerbaum-Eisinger und Nelly Sachs widmet, vermischt Schauspiel, Gesang und Film. Er ist ein Abstecher in die Welt des Liedes und der Lyrik, ein leiser Abend ohne Betroffenheitspathos und billige Schuldzuweisung.

Das Abschlusskonzert der „Stadtklänge 2013“ bestreitet mit Murat Coşkun ein Künstler, der durch seine zahlreichen Auftritte in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern einem internationalen Konzert- und Festivalpublikum bekannt wurde. Bei „Fingerdance“ am Sonntag, 20. Oktober, um 16 Uhr in der Maschinenhalle des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold schafft Coşkun mit kräftigen, unglaublich wendigen Fingern die Grundlage zu einem eindrucksvollen Konzert, bei dem er durch Trommelklänge das Publikum in ungewöhnliche musikalische Welten entführt. Mal ist er der Ramazan-Trommler, der mit seinem Weckruf durch die Straßen geht, mal der Sufi-Trommler, der sich in Trance trommelt oder der Darbuka-Spieler, der eine Tänzerin auf einer Hochzeitfeier begleitet. So verzaubert Murat Coşkun seine kleinen und großen Zuhörer mit einem Programm zum Zuhören, Zusehen, Staunen und Mitmachen. Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem Verein für Bergbau–, Industrie– und Sozialgeschichte durchgeführt.

Vorverkauf

Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 19. August beim Kulturbüro der Stadt Dorsten, Im Werth 6, der Sparkasse Vest Recklinghausen, Julius-Ambrunn-Straße 2 und der Volksbank Dorsten, Südwall 23-25.

Der Eintrittspreis beträgt jeweils 12 Euro, beim BigBand Konzert ermäßigt sich der Preis für Schüler/innen auf 6 Euro, beim Konzert in der Franziskanerkirche ist der Eintritt frei.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.