2.161 Menschen in NRW warten auf ein Spenderorgan

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Der Transport von Spenderorganen muss schnell, äußerst sorgfältig und medizinisch einwandfrei geschehen. Die Funktion des Transplantates und damit das Überleben des Organempfängers hängen unmittelbar davon ab. Einige Organe lassen sich nur für kurze Zeit konservieren – es kommt auf jede Minute an. Die DSO koordiniert diese anspruchsvolle Logistik und stellt den reibungslosen Ablauf sicher. (Foto: DSO / Paul Bischoff)

Düsseldorf. Aktuell warten in Nordrhein-Westfalen (NRW) 2.161 Menschen auf ein Spenderorgan. 1.667 von ihnen benötigen eine Niere, 219 eine Leber, 98 eine Lunge, 185 brauchen ein Spenderherz und 55 eine Bauchspeicheldrüse. Deutschlandweit stehen über 10.000 Menschen auf der Warteliste. Das teilt heute die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich des Tages der Organspende am 4. Juni mit. Sie bezieht sich auf Zahlen der Stiftung Eurotransplant, die die Verteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern verantwortet.

"Damit sich möglichst viele Menschen mit dem Thema beschäftigen und ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende mit einem Spenderausweis dokumentieren, senden die Krankenkassen ihren Versicherten alle zwei Jahre per Post einen Ausweis mit ausführlichen Informationen zur Organspende zu", so Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW.

Im Rahmen des Transplantationsregistergesetzes beschäftigt sich zurzeit auch der Gesetzgeber mit der Organspende. Es soll ein Register eingeführt werden, das Wissenslücken schließt indem unter anderem Daten zur Qualität der Organe mit Daten der Überlebenszeiten verknüpft werden. Nach Meinung der Krankenkassen kann damit durchaus die Qualität im Transplantationsgeschehen in Deutschland im internationalen Vergleich gesteigert werden. Auch soll eine unabhängige Institution mit dem Betrieb des Registers beauftragt werden - eine Maßnahme, die das Vertrauen in die Vergabe von Organe wieder verbessern kann.
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