Großartiger Monolog: "Die schwarze Flotte" im Megastore

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Andreas Beck

Dieser Mammutmonolog ist einer, der uns die Welt erklärt. Und wenn Schauspieler Andreas Beck seine Zuschauer in „Die schwarze Flotte“ im Megastore mit auf eine Reise nimmt, dann spannt er den Bogen vom ersten Menschen bis zu denen, die an die Küsten Europas gespült werden.

Es ist nur ein Mann, der sich da durch das Wirtschaftsgeflecht der Weltmeere pflügt. Und Andreas Beck macht das in 90 spannenden Minuten so gut, dass er begeisterten Applaus erntet. Im Megastore tauchen die Zuschauer in die Tiefen des weltweiten Handels, der kein Gut und Böse kennt, ein.
Wer glaubt Regisseur Kay Voges präsentiert am Ende fünf syrische Schurken, die irgendwo auf der Recherchetour als die Profiteure des Flüchtlingsgeschäfts auftauschen, blickt von seiner Brücke nicht über den Horizont hinaus.
Volldampf voraus schippert Becks Suche nach den Gewinnern des Schmuggels von Drogen, Waffen und der Fracht, die nicht mal ankommen muss, weil sie im Voraus bezahlt wird: Menschen, von Hafen zu Hafen. Mit Monitoren, Schultafeln, und Videos auf Leinwänden unter Maschendraht wird die Bühne zur Schulstunde der Menschlichkeit.
Die Dortmunder Uraufführung von Dramaturgin und Autorin Anne-Kathrin Schulz frei nach den Ergebnissen der Recherche von C. Anesi, F. Richter, G. Rubino und D. Schraven (Correctiv).
Nicht verpassen, nächster Termin Himmelfahrt, 25. Mai, um 18 Uhr im Megastore. Karten im Service-Center Ruhr Nachrichten / Stadt-Anzeiger an der Silberstraße 21.
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