Neue Projekte am Tag der Architektur erkunden

Anzeige
Die neue Radstation wird vorgestellt. (Foto: Schmitz)
 
Das neue Berufskolleg am U, hier die Eröffnung, kann am Samstag bei einer Führung erkundet werden. (Foto: Schmitz)

Die Radstation vorm Dortmunder Hauptbahnhof ist eines der Projekte, die am Wochenende zum Tag der Architektur in Dortmund ihre Türen öffnen.


Das gläserne Gebäude für 440 Räder kann am Sonntag (26.) von 10 bis 12.30 Uhr besichtigt werden. Schon am Samstag um 14 Uhr gibt es eine Führung durch die neuen Berufskollegs am U. Treffpunkt ist die Freitreppe.
Architektur hautnah zu erleben, dies ermöglicht auch in diesem Jahr der Tag der Architektur. Am 25. und 26. Juni sind 325 Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks in 146 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens für Besucher geöffnet. Interessierte sind eingeladen, sich von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern die neuen oder erneuerten Bauten vorstellen zu lassen. „Architektur beeinflusst unser Leben jeden Tag“, sagt Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW. „Am Tag der Architektur stellen Architekten und Stadtplaner ihre Ideen und Konzepte am gebauten Beispiel vor und laden Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch ein.“
In Dortmund öffnen elf Standorte ihre Türen, darunter städtische Projekte wie der Neubau der Berufskollegs sowie die Plätze am Dortmunder U und der Pausenhof des Phoenix-Gymnasiums in Hörde, sowie mit dem Neubau der Dreifach-Sporthalle im Schulzentrum Kirchlinde und der Radstation am Hauptbahnhof zwei Projekte, die die Städtische Immobilienwirtschaft selbst errichtet hat.

Neue Dreifach-Sporthalle

Nach nur achteinhalb Monaten Bauzeit konnte zu Beginn des Jahres 2016 die Dreifach-Sporthalle nordöstlich des Bert-Brecht-Gymnasiums auf dem Gelände des Schulzentrums Kirchlinde fertig gestellt werden. Rund 2000 Quadratmeter Sport- und Sozialtraktflächen sind dort entstanden. Die Halle (1.250 m²) lässt sich durch Trennvorhänge in drei Sportbereiche für Badminton, Basketball, Handball oder auch Volleyball verwandeln. Eine flexible Tribünenanlage schafft Platz für bis zu 199 Zuschauer. Öffentlich zugängliche Bereiche sowie mehrere Umkleidebereiche wurden barrierefrei ausgestattet. Darüber hinaus führt die Bauweise zu einer signifikanten und nachhaltigen Reduzierung der Energiekosten.
Diese neue Wirkungsstätte des Dortmunder Schul- und Vereinssports kann am Samstag, 25. Juni zwischen 11 Uhr und 13 Uhr besichtigt werden. Während dieser Zeit stehen Fachleute der Städtischen Immobilienwirtschaft und des Generalunternehmers Rede und Antwort.

Radstation am Hauptbahnhof

Ein öffentliches Bauwerk, das durch die Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert wurde, ist die Radstation am Dortmunder Hauptbahnhof. Diese wurde als zentrale Schnittstelle zwischen Radverkehr und ÖPNV ausgebaut. Dazu hat die Städtische Immobilienwirtschaft eine gläserne Einhausung des bestehenden Vordaches geplant. Eine Aufenthaltsbox für die Mitarbeiter des Betreibers dobeq wurde ebenfalls integriert.
Die Tragkonstruktion aus Stahlelementen auf Stahlbetonfundamenten wurde mit einer Fassade aus punktgelagerten Verglasungen im Wechsel mit Edelstahl-Drahtgewebe versehen.
Im Inneren wurden Doppelparker für insgesamt 440 Fahrradplätze montiert sowie Stell- und Lademöglichkeiten für E-Bikes geschaffen. Schrankelemente und Schließfächer runden das Angebot für die Nutzer ab, ein 24-Stunden Betrieb ist mittels eines transpondergesteuerten Zugangs möglich.
Im Rahmen des Tages der Architektur ist die Radstation am Sonntag, 26. Juni 2016, in der Zeit von 10 Uhr bis 12.30 Uhr zu besichtigen. Mitarbeiter der Städtischen Immobilienwirtschaft sind vor Ort Ansprechpartner für Fragen zum Projekt.

Neue Berufskollegs am Dortmunder U

Auf einer 20.000 m² großen Teilfläche der ehemaligen Union-Brauerei in Dortmund ist eines der größten Bildungszentren der Bundesrepublik entstanden. Gemeinsam bilden das Robert-Bosch-Berufskolleg und das Robert-Schuman-Berufskolleg das neue U-Viertel. Die Gebäudevolumen in rotem Klinker sowie dazwischen sich aufspannende öffentliche Höfe charakterisieren das neue Areal und ermöglichen Blickbezüge und Wegebeziehungen, die den Campus in die Stadt einbinden.
Am Samstag, 25. Juni 2016, finden um 10 Uhr und um 14 Uhr Führungen von jeweils etwa zwei Stunden Dauer statt. Treffpunkt ist an der großen Freitreppe.

Platz machen für die Kultur

Wenige Meter weiter finden am Sonntag, 26. Juni 2016, um 14 Uhr und um 15 Uhr Führungen über die Plätze am Dortmunder U statt. Besichtigungsdresse ist Leonie-Reygers-Terrasse 1.
Durch geänderte Verkehrsführungen sowie Verlegung der Stadtbahn bestand die Chance, das Gelände um den U-Turm stärker an das Zentrum anzubinden. Im Vorfeld des U-Turms entstanden zwei unprätentiös gestaltete Platzflächen, die als Trittsteine in das neue Kreativquartier dienen. Die Plätze fungieren heute als robuster Auftakt zu einem Quartier, das auf dem ehemaligen Brauereigelände im Spannungsfeld zwischen Hauptbahnhof, Fußballmuseum und Innenstadt entstanden ist.

Pausenhof des Phoenix-Gymnasiums

Eine weitere Besichtigungsadresse für Landschaftsarchitektur ist der Pausenhof des Phoenix-Gymnasiums an der Seekante 12 in Hörde.
Die lineare Struktur des neuen Emscherbands wurde für die Neugestaltung des Schulhofs des Phoenix-Gymnasiums aufgenommen und bildet das Rückgrat für den Schulhof. Drei Felder (das dritte Feld kann erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden) mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten (Aktivität und ruhiger Rückzugsort) verbinden diese Bänder. Mit ihrer zur Emscher leicht ansteigenden Ebene und der Sitzkante bilden sie einen „Balkon“ zum Landschaftsraum. Der Pausenhof kann am Sonntag, 26. Juni 2016, von 14 Uhr bis 16 Uhr besichtigt werden.

Informationen zu Objekten und Besichtigungszeiten

Der Tag der Architektur hat sich bundesweit als Architektur-Event im Sommer fest etabliert. Die Architektenkammern der Bundesländer veranstalten ihn in diesem Jahr zum 21. Mal. Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner sind vor Ort, um gemeinsam mit ihren Auftraggebern neue Bauten vorzustellen, die Besonderheiten der Architektur zu erläutern und Fragen der Besucher zu beantworten. In Nordrhein-Westfalen werden Bauten vorgestellt, die in den vergangenen fünf Jahren realisiert wurden. Für Objekte der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung gilt eine Frist von acht Jahren.
Alle Objekte sind über eine Internet-Datenbank mit Fotos und Kurzbeschreibung sowie Öffnungszeiten abrufbar unterAKWNW. Zudem bieten die deutschen Architektenkammern eine App zum Tag der Architektur an, die man im iTunes-Store oder auf Google Play kostenlos herunterladen kann. Alle 325 Bauwerke aus NRW sind über diese App jederzeit und vor Ort abrufbar.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.