Zug der Erinnerung

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Die Botschafter der Erinnerung haben ein beeindruckendes Begleitprogramm zur Ausstellung entwickelt. Sie begleiten außerdem Gruppen beim Besuch des Zuges. (Foto: Schmitz)

Vom 10. bis zum 12. Juni wird der Zug der Erinnerung wieder in Dortmund sein. Die Dortmunder "Botschafter der Erinnerung" werden den Aufenthalt begleiten.

Im Mittelpunkt der neugestalteten Ausstellung stehen die Deportation und Ermordung der niederländischen Juden und der geflüchteten jüdischen Familien aus Deutschland und Österreich über das Lager Westerbork in die Konzerntrationslager Sobibor und Auschwitz.
Unter dem Titel "Die Kinder von Westerbork" werden exemplarisch Kinder- und Jugendschicksale vorgestellt, darunter auch die Schicksale von Dortmunder Kindern und Jugendlichen.

Das Schicksal der Kinder von Westerbork hat in besonderer Weise aktuelle Bedeutung. Die Niederlande gewährten ihnen und ihren Familien Asyl, so dass sie teilweise für mehrere Jahre der Unterdrückung und Verfolgung entgehen konnten. Vielen gelang aus dem niederländischen Exil die weitere Flucht in ein sicheres Land. Die Botschafter der Erinnerung wollen den Aufenthalt des Zuges der Erinnerung deshalb auch als Anlass nehmen, auf den Wert der Menschenrechte und besonders auf das Recht auf Asyl hinzuweisen.
"Nur wer zurückblickt, wird erkennen, dass Demokratie und Menschenrechte nichts Selbstverständliches sind, sondern immer neu verteidigt und geefestigt werden müssen", das sagte Bürgermeisterin Brigit Jörder zur Begrüßung des Zuges im Jahr 2008.

Von diesen Worten ließ sich der Trägerkreis aus 34 Institutionen leiten und stellt den finanziellen und organisatorischen Rahmen für den Zug der Erinnerung sicher.

Seit 2007 erinnert die rollende Ausstellung "Zug der Erinnerung" an wechselnden Orten insbesondere an Kinder und Jugendliche, die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen wurden. Durch die Präsentation der Ausstellung in zwei Eisenbahnwagen und Bahnhöfen als Standort soll auch auf die Rolle der damaligen Reichsbahn bei den Deportationen in Vernichtungs- und Konzentrationslagern aufmerksam gemacht werden.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Schulklassen und Jugendgruppen werden von jugendlichen Botschaftern der Erinnerung begleitet.
Die Ausstellung in Dortmund kann am 10. und 11. Juni von 8 bis 20 Uhr und am 12. Juni von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden. Gruppenbesuche können bei Oliver Hein unter hein.oliver@gmx.net,  0179 35 929 51 angemeldet werden.
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