Aus der Schule ohne Abschluss

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Nach wie vor verlassen viele Schüler in Westfalen die Schule, ohne mindestens einen Hauptschulabschluss zu haben. Wie aus einer jetzt veröffentlichten Caritas-Studie hervorgeht, gilt das insbesondere für das Ruhrgebiet.

Laut der Auswertung, die auf Daten des Jahres 2013 zurückgreift, verzeichnet Gelsenkirchen mit einer Schulabbrecherquote von 11,2 Prozent den landesweit höchsten Wert. Auch in den Dortmund (7,7 Prozent) und Hamm (7,1 Prozent) sowie im Märkische Kreis (7,5 Prozent) liegen die Quoten deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 5,5 Prozent.

Ganz anderes verhält es sich in den Kreisen Coesfeld und Warendorf verlassen lediglich 3,2 beziehungsweise 3,8 Prozent aller Schüler die Schule, ohne mindestens einen Hauptschulabschluss gemacht zu haben.

Nach Ansicht der Caritas lassen sich die regionalen Unterschiede unter anderem auf politische Entscheidungen vor Ort zurückführen. „Das gelingende Miteinander von Schulsozialarbeit, frühen Hilfen, Berufsberatung und Elternarbeit trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihren Hauptschulabschluss erreichen“, so der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Msgr. Dr. Peter Neher. „Hier müssen wir ansetzen: am politischen Willen zur Kooperation, der Erfolg verspricht, auch wenn die Situation vor Ort schwierig ist.“
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