Grüne verklagen Klimaschützer

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Stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW Sylvia Löhrmann (Die Grünen). (Foto: Sylvia Löhrmann, Pressefoto)
Dortmund: Friedensplatz |

Post von der Polizei erhielten nun zehn Klima-Aktivisten, die bereits am 30. August parallel zum 4. Klimacamp im Rheinland die Parteizentrale der Grünen an der Jahnstraße in Düsseldorf aus Protest gegen die Energiepolitik der Grünen in NRW friedlich besetzt hatten. Die Klima-Aktivisten forderten den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle-Energie. "Schon der von den Grünen geplante Kohleausstieg bis 2030 ist eine Bankrott-Erklärung an das Klima", argumentierte Besetzer Jakob Wessels.

Besetzer hoffen auf Umdenken bei Grünen

Auch im Bezug auf das Kohlekraftwerk Datteln IV gab sich Wessels kritisch: "Es reicht nicht, keine neuen Kohlekraftwerke bauen zu wollen, wenn die geplanten nicht verhindert werden." Hier sieht er die Grünen in der Verantwortung. Von Seiten der Klimaschützer hofft man auf ein Umdenken der Grünen: "Die Grünen halten still beim Bau zweier neuer Kohlekraftwerke. Es gibt einen Widerspruch zwischen dem, was die Grünen sagen, und dem was sie fordern."

Grüne lassen durch die Polizei räumen

Die Grünen, die früher diese Protestform selber praktizierten, hatten nach über drei Stunden die Parteizentrale durch die Polizei räumen lassen. Gegen 10 Klima-Aktivisten haben die Grünen nun Anzeige erstattet. "In den letzten Tagen sind Vorladungen der Polizei bei den Klima-Aktivisten mit dem Vorwurf des Hausfriedesbruchs eingegangen.", so die Initiative ausgeCO2hlt.
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