Warum stimmt OB Sierau einem Millionenverlust der Stadtwerke zu?

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Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Dortmund: Rathaus |

„Da muss sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau einige Fragen gefallen lassen.“ Mit Erstaunen hat die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN registriert, dass der Aufsichtsrat der RWE die Dividendenpläne des Stromriesen gebilligt hat – und zwar einstimmig. „Also auch mit der Stimme von Herrn Sierau, der stimmberechtigtes Mitglied des 20-köpfigen RWE-Aufsichtsrates ist. Da möchten wir gerne einige Erklärungen haben“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Im Februar hatte es schon massiven Ärger gegeben, da RWE-Vorstandschef Peter Terium bereits im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung eine massive Dividendenkürzung angekündigt hatte. Vorzugsaktionäre wie die Dortmunder Stadtwerke sollen in diesem Jahr nur noch 13 Cent Ausschüttung erhalten. Eine Entscheidung, die der RWE-Aufsichtsrat nun gebilligt hat. Das bedeutet alleine für die Dortmunder Stadtwerke, die 23,6 Mio. RWE-Aktion halten, ein Minus von rund 20 Mio. Euro. „Das bringt unsere Stadtwerke, die sich in Dortmund unter anderem um den öffentlichen Personennahverkehr kümmern, in eine ziemliche Schieflage“, befürchtet Utz Kowalewski.

Und mit diesen Befürchtungen steht er nicht alleine da. In der Ratssitzung im Februar hatten die Vertreter aller demokratischen Parteien den Oberbürgermeister mit dem Auftrag in den RWE-Aufsichtsrat geschickt, mit allen Mitteln die Dividendenpläne zu vermeiden. „Das Ergebnis zeigt, dass der kommunale Einfluss bei RWE offenbar nicht vorhanden ist“, kommentiert Utz Kowalewski.
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