EDG steht für Winter bereit

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(Foto: Frauke Schumann)

Der letzte Winter war für die Dortmunder weitgehend schneefrei. Wie der nächste wird, wissen auch die Meteorolgen noch nicht.

Die EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) ist für alles vorbereitet, um für freie Fahrt auf den Dortmunder Straßen zu sorgen.

Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten sind, sind bis zu 200 Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen
von Schnee und Eis zu befreien oder arbeiten, wenn nötig, im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat höchste Priorität. Insgesamt sind 5000 Tonnen Salz sowie1000 Tonnen Eifellava und 60 000 Liter Salzsole vorrätig, um Engpässe bei der Nachlieferung von Streumitteln zu vermeiden.

Bei Wintereinbruch werden pro Einsatz 40 Räum- und Streufahrzeuge und 27 Kolonnen-LKW eingesetzt. Rolf Langensiepen, zuständiger Abteilungsleiter: „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus Winterdienst. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass wir allein aufgrund der flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt nicht überall sofort im Einsatz sein können.“

Die Straßenreinigungssatzung der Stadt unterscheidet Straßen der Winterdienststufen I, II und III. 1097 Kilometer Straßen sind den Stufen I und II zugeordnet. Die Straßen der Winterdienststufe I werden vorrangig von Eis und Schnee befreit. Es handelt sich dabei um Hauptverkehrsstraßen, wie z. B. Rheinlanddamm, Hellweg, Flughafenstraße, Stockumer oder Hagener Straße, und besondere Gefahrenpunkte wie Kreuzungsbereiche, Brücken oder Strecken mit starkem Gefälle, z. B. Brandis- und Blickstraße oder Kirchhörder Berg.

Zu den Straßen der Winterdienststufe II gehören innerörtliche Verbindungsstraßen inklusive Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr. Zuständig ist der EDG-Winterdienst darüber hinaus für rund 100 Radwegekilometer und rund 3700 Überwegepunkte, wie Ampelbereiche und Übergänge. 667 Straßenkilometer der Winterdienststufe III bleiben unbehandelt, denn Nebenstrecken sind aus ökologischen Gründen vom Winterdienst ausgenommen.

So wird gemäß dem Grundsatz „So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“ ein sparsamer, umweltfreundlicher und effektiver Einsatz von Taumitteln erbracht. Typische Straßen der Winterdienststufe III sind Sackgassen, Stichstraßen, Straßen ohne Durchgangsverkehr, Straßen, die nicht vom öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden.

„Winterdienst ist eine hochspezialisierte Gemeinschaftsleistung, bei der Umweltschutz groß geschrieben wird. Hilfe erhalten wir zum Beispiel durch Straßenwetterinformationen von zuverlässigen Wetterdiensten und die moderne Fahrzeugtechnik, die uns bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts und der richtigen Streumenge für die Winterdiensteinsätze unterstützen“, macht Rolf Langensiepen deutlich. „Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssen ihren Teil dazu beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen.“ In der Straßenreinigungssatzung der Stadt ist eindeutig geregelt, wer in welchen Bereichen für den Winterdienst zuständig ist.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Fahrbahn und Gehweg. Die EDG kümmert sich um die Fahrbahn der Straßen inklusive der auf ihnen befindlichen Überwege. Die Winterwartung auf Gehwegen ist auf die Anlieger übertragen, auf deren Straßenseite der Gehweg liegt. Zuständig sind also die Haus- bzw. Grundstückseigentümer. Die Erfüllung der Räum- und Streupflicht ist dabei häufig durch den Mietvertrag auf die Mieter vor Ort übertragen.

Schnee und Glätte müssen spätestens um 7 Uhr beseitigt sein. Erst um 20 Uhr dürfen die Anlieger das Räumen und Streuen einstellen. Für die anstehende Kälteperiode ist auch erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr notwendig, um die Unfallgefahr zu verringern.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf wettertaugliche Reifen wie Winterreifen oder Ganzjahresreifen achten. Auch muss das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge jederzeit ermöglicht werden. Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensträumung; das kostet wertvolle Zeit! Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, ist die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

INFOS:

Den Schnee der Gehwege nicht in die Gosse oder auf die Straßen schieben, sondern möglichst in den Vorgarten schaufeln

Dies verhindert, dass der Schnee vom EDG-Räumfahrzeug von der Straße wieder auf den mühsam geräumten Gehweg zurückgeschoben wird

Im milden Winter 2013/ 2014 wurden nur an 21 Tagen Einsätze gefahren, wobei lediglich an 5 Tagen ein Volleinsatz im gesamten Stadtgebiet erforderlich war

Beim Streugutverbrauch gab es mit 248 Tonnen sogar den geringsten Verbrauch seit Bestehen der EDG

Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre wurden an 49 Einsatztagen rund 2.450 Tonnen Salz und 830 Tonnen Eifellava verbraucht
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