Mehr Beratungen für Schwangere

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Die Beratungsstelle donum vitae hat jetzt ihren Jahresbericht für 2012 der Öffentlichkeit vorgelegt. Die Beratungsstelle verzeichnet erneut eine steigende Nachfrage. Die Konfliktberatungen mit Beratungsnachweis stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 160.

Donum vitae berät auf der Grundlage des Schwangerschaftskonfliktgesetzes zum Schutz des ungeborenen Lebens, wertorientiert und ergebnisoffen.
„Es ist uns wichtig, der schwangeren Frau Respekt, Zeit und Gehör zu schenken, damit sie ihre Entscheidung aus allen Blickwinkeln beleuchten kann. Dazu gehören aktuelle Informationen und eine einfühlsame Gesprächsführung, die ggf. auch den Partner oder andere Begleitpersonen mit einbezieht. Die am häufigsten genannten Gründe für einen Schwangerschaftskonflikt waren die körperliche oder seelische Verfassung der Frau, familiäre oder partnerschaftliche Probleme und die berufliche Situation. Unsere Beratung sucht zusammen mit der Frau oder dem Paar nach stabilisierenden Faktoren in Zeiten der Unsicherheit und Unplanbarkeit.“, so donum vitae über sich selbst.

Mit konkreten Hilfen und verbindlicher Begleitung gelingt es immer wieder, dass Frauen den Mut finden, auch in scheinbar ausweglosen Situationen ihr Kind anzunehmen und dem Leben eine andere Richtung zu geben.
In der Allgemeinen Schwangerenberatung ist die Kapazität der Beratungsstelle ausgeschöpft: 721Gespräche bei 345 Erstberatungen. Hinzu kommen über 400 Infokontakte, das sind Gespräche unter 15 Minuten. Dabei handelt es sich meist um Einzelfragen, die im Nachgang eines Beratungsgespräches geklärt und kommuniziert werden. Darüber hinaus gehende Telefonate mit Jobcenter, Jugendamt, Ärzten oder anderen Fachkräften werden gar nicht gezählt.

In 170 Fällen wurden finanzielle Hilfen aus der Bundesstiftung Mutter & Kind vermittelt. In Dortmund erhält etwa jede vierte Schwangere Unterstützung aus der Bundesstiftung. Seit 2012 ist donum vitae zusammen mit der AWO und dem Sozialen Zentrum auch Vergabestelle für den Dortmunder Verhütungsmittelfonds. Bei donum vitae stellten 24 Frauen einen Antrag auf einen Zuschuss.

Die Schwangeren kommen zu 80 Prozent auf Empfehlung einer Freundin oder Verwandten. „Die Zufriedenheit unserer Klientinnen ist sehr hoch; viele kommen auch nach der Geburt oder bei weiteren Schwangerschaften zu uns, um Rat, Unterstützung und Begleitung einzuholen.“

In den Beratungsgesprächen spielen immer häufiger psychische Erkrankungen eine Rolle. Die Unterversorgung im Bereich Psychotherapie ist ein massives Problem, wenn es um Krisenintervention geht. Die Beraterinnen müssen hier sehr sensibel und gut vernetzt arbeiten, um Mutter und Kind zu schützen.
Eine relativ neue Zielgruppe sind Frauen aus den neuen EU-Ländern, insbesondere Rumäninnen und Bulgarinnen. Ohne Krankenversicherung und festes Einkommen ist es für Schwangere besonders schwer, ein gesichertes Leben zu führen. Die Möglichkeiten der Hilfe sind begrenzt.

Die Verabschiedung des Bundeskinderschutzgesetzes hat eine verbindliche Grundlage für die Mitarbeit der Schwangerschaftsberatungsstellen im „Netzwerk Frühe Hilfen“ geschaffen. Seit mehreren Jahren ist donum vitae verlässliches Mitglied in diesem Gremium. Für eine Ergänzung des Angebotes im Bereich „Frühe Hilfen“ hat donum vitae bei der Stadt Mittel zur Finanzierung einer Familienhebamme mit einer halben Stelle beantragt.
Donum vitae wird von ehrenamtlichen Menschen mitgetragen. Nach dem Tod von Marlies Haarmann hat Mechthild Greive die Aufgaben der Sprecherin des ehrenamtlichen Arbeitskreises übernommen.
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Peter Gerber aus Menden (Sauerland) | 12.03.2013 | 15:59  
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