Studierende geben Tipps: So kaufen wir gerne ein

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Marketing-Studierende der TU unter der Leitung von Prof. Hartmut Holzmüller und Rewe-Vertreter arbeiteten gemeinsam an einem Konzept. (Foto: TU Dortmund)

Supermarktstress oder Einkaufsgenuss? Wovon hängt unser Wohlbefinden zwischen Müsli, Wein und Käse ab?

Wer die Einkaufs- Wahl hat, entscheidet sich für den entspannten Bummel im Erlebnismarkt und gegen das Drängen durch neonbeleuchtete Regalschluchten.

Studierende der TU haben sich im vergangenen Wintersemester mit diesen Faktoren beschäftigt, so genannten atmosphärischen Reizen, die dem Kunden ein Einkaufsgefühl vermitteln. Projektpartner des Seminars im Fachbereich Marketing war Rewe Dortmund. 300 selbstständige Einzelhändler gehören zu der regionalen Genossenschaft.

Die Kaufleute wissen: Wer den Einkauf genießt, kommt gerne wieder. Die Studierenden analysierten Einflüsse durch Musik, Geräusche, Farben und Licht, Düfte, Gerüche, Layout und Harmonie. Dann schlüpften sie in die Rolle von Unternehmensberatern und präsentierten dem Auftraggeber Rewe Handlungsempfehlungen für die Marktgestaltung und obendrein eine Checkliste, mit der das Unternehmen in Zukunft die Atmosphäre seiner eigenen Geschäfte unter die Lupe nehmen kann.

Die Erkenntnisse aus 20 ersten Marktbegehungen gaben die angehenden Master den Rewe-Vertretern gleich mit in die Zentrale. Florian Sörensen, Geschäftsbereichsleiter Einzelhandel der Rewe, zeigte sich inspiriert von den Empfehlungen - und voller Tatendrang: „Es ist möglich, dass wir demnächst einen Projektmarkt auf die Beine stellen, in dem wir ein Konzept umsetzen, das auf ihren Vorschlägen beruht.“ Atmosphärische Gestaltung im Einzelhandel sei noch „ein zartes Pflänzchen“, aber auch die Zukunft in einem gesättigten Markt.

Seit 17 Jahren eröffnet Prof. Hartmut Holzmüller vom Lehrstuhl für Marketing Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen von Lehrveranstaltungen zu Praktikern zu werden.

„Learning by Consulting“ – Lernen durch Beratung – hat Holzmüller das Konzept im Jahr 1998 getauft. Studierende schlüpfen dabei in die Rolle von Unternehmensberatern. Seither haben mehr als 502 Unternehmen und Institutionen aus der Region im Rahmen von Projekten mit der TU Dortmund kooperiert.
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