BUND begrüßt Neuregelung der Sportanlagenlärmschutzverordnung

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Thomas Quittek, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Dortmund (Foto: Braun)
Dortmund: Naturschutzgebiet Buschei |

Im Juni 2013 konnten die Dortmunder Naturschutzverbände mit Hilfe eines Rotmilan-Brutplatzes am Rande des Naturschutzgebietes (NSG) Buschei verhindern, dass der vorhandene Sportplatz in Husen-Kurl in ein Landschaftsschutzgebiet westlich der Kurler Straße verlegt wurde. Mittlerweile konnte der bestehende Sportplatz mit einem Kunstrasen und einem verbesserten Lärmschutz ausgestattet werden.

„Wir haben uns damals an die Dortmunder Bundes- und Landtagsabgeordneten mit der Bitte gewandt, sich für die Änderung der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung einzusetzen, damit auch andere in Siedlungsnähe befindlichen Sportplätze im Bestand gesichert und keine Verlagerung in den Freiraum mehr erforderlich ist. Gemeinsam mit den Sportverbänden ist es den Naturschutzverbänden jetzt gelungen, dass die Bundesregierung am 30.11.2016 eine ,Zweite Verordnung zur Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung' zur Zustimmung in den Bundestag eingebracht hat,“ freut sich Thomas Quittek, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Dortmund.

Ziel der Neuregelung der Ruhezeiten am Abend sowie am Mittag von Sonn- und Feiertagen ist es, den Spielbetrieb auf Sportanlagen zu erweitern. Der sogenannte Altanlagenbonus des § 5 Absatz 4 gewährleistet, dass der Sportbetrieb auf einer Anlage bei einer Überschreitung der Immissionsrichtwerte um weniger als 5 dB(A) in der Regel nicht durch die Anordnung von Betriebszeiten beschränkt werden kann.

An Sportanlagen sollen während der Ruhezeiten künftig weniger strenge Lärmgrenzwerte gelten. Die Richtwerte für die abendlichen Ruhezeiten sowie für die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr sollen um 5 Dezibel erhöht werden. Weiterhin soll die Regelung für Sportanlagen, die vor 1991 genehmigt oder die ohne Genehmigung errichtet werden konnten, konkretisiert werden.
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