Stadt will vor geplanter Umgestaltung Stimmungsbild erfassen und Abstimmungen treffen
Plätze aufwerten und beleben

Meist menschenleer und verwaist präsentieren sich der Grüne Platz (hier im Bild) und sein nördlicher Nachbar, der Evinger Platz. Beide Plätze in der Evinger Mitte sollen nun aufgewertet und belebt werden.
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  • Meist menschenleer und verwaist präsentieren sich der Grüne Platz (hier im Bild) und sein nördlicher Nachbar, der Evinger Platz. Beide Plätze in der Evinger Mitte sollen nun aufgewertet und belebt werden.
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Die Evinger Mitte einschließlich des Grünen und des Evinger Platzes soll aufgewertet werden. Das hatte der Vorstand der Dortmunder Verwaltung im Januar 2020 beschlossen. Nach der städtebaulichen Bestands- und Potential-Analyse sollen nun so genannte Akteursgespräche folgen.

Im Jahr 1996 entstand nach einem Entwurf der ‚Planergruppe GmbH Oberhausen‘ auf der Fläche der ehemaligen Zeche Minister Stein - mit Hilfe von Stadterneuerungsmitteln - das neue Evinger Stadtteilzentrum mit dem Evinger und dem Grünen Platz. 2002 wurden darüber hinaus auf dem Evinger Platz Bäume, Bänke, Freilichtbühne und farbliche Markierungen als Spielfelder mit Fördermitteln ergänzt. Auf dem Grünen Platz wurde ein Denkmal für verunglückte Bergleute mit einer zugehörigen Stein-Schlangen-Kunstinstallation platziert.

Sorgenkind ist speziell der Grüne Platz

Aktuell werden die beiden Plätze jedoch kaum in Anspruch genommen. Und insbesondere der Grüne Platz befindet sich in einem schlechten Zustand. Nach mehrfachen Beschädigungen am Denkmal sowie der Stein-Schlange bemüht sich die Bezirksvertretung Eving derzeit um eine Versetzung des Denkmals zum südlichen Rand der Kreuzung Evinger/Deutsche Straße.

Mittlerweile wurden seit Januar die städtebaulichen und raumbedeutsamen Mängel, Chancen und Bindungen der Plätze erhoben und analysiert. Diese Analyse konnte inzwischen abgeschlossen werden.

Grundlegender Mangel ist das geringe Besucheraufkommen und damit die fehlende soziale Kontrolle. Es fehlt an Wegebeziehungen und angrenzenden besucherstarken Nutzungen. Insbesondere der Grüne Platz besitzt wenig Aufenthaltsqualität. Die vorhandene Möblierung der Plätze schränkt zudem ihre Nutzbarkeit für Veranstaltungen ein.

Bei einer Aufwertung und Umgestaltung der Plätze sind, so teilt die Stadt mit, ebenso unterschiedlichste Bindungen zu beachten. Diese reichen von dem Umgang mit den Geländesprüngen und Altlasten bis hin zu Fördermittel-Bindungen und einem Mitsprachrecht der ursprünglichen Planer.

Doch die Plätze besitzen laut Stadt auch Potenzial und Chancen. Durch die bauliche Fassung nach historischem Vorbild ergibt sich eine stimmige Ensemblewirkung. Der Grüne Platz profitiere von seiner geschützten und ruhigen Lage, der geringen Versiegelung und den Anknüpfungspunkten an die nördlichen und östlichen Freiräume. Der Evinger Platz biete als städtischer Platz mit der Freilichtbühne Qualitäten für Quartiersfeste und Veranstaltungen. Das Passanten-Aufkommen ist dort höher, die Zugänge sind höhengleich.

Frequentierung und Nutzbarkeit erhöhen

Bei der Entwicklung der Plätze gelte es nun, die Frequentierung und Nutzbarkeit zu erhöhen und die angrenzenden Nutzungen zu stärken.

Während auf dem Evinger Platz lediglich kleinere Maßnahmen notwendig sind, bedarf der Grüne Platz einer strukturellen Umgestaltung. Dafür sind drei Varianten erarbeitet worden. Sie zeigen sowohl eine bauliche Verdichtung, als auch eine verstärkte Begrünung.

Von der Bebauung der Platzfläche wird aber abgeraten. Empfohlen wird die Variante, bei der die bestehende Grünfläche vergrößert, das Gelände modelliert sowie die Begrünung und Verschattung verbessert wird. So könnte ein qualifizierter Rückzugs- und Pausenraum für die im Umfeld Arbeitenden und die Evinger Anwohnerschaft entstehen. Fraglich ist jedoch noch die weitere Nutzung der leerstehenden Glaspavillons.

Zur Konkretisierung eines Nutzungskonzeptes auf Basis der Voruntersuchung will die Stadtverwaltung nun zunächst ein Stimmungsbild der Akteure, d.h. der Ortspolitik, der Einzelhandels- und Marktbetreiber, der Wirtschaftsförderung sowie von den ortsansässigen Instituten zu den Anforderungen und Nutzungsanregungen einholen. Die Umgestaltung soll mit den Betreibern abgestimmt werden, um eine tatsächlich wirksame Aktivierung umsetzen zu können.
Die Ergebnisse der Beteiligung werden dem Verwaltungsvorstand in einer gesonderten Vorlage dargelegt.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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