Fachreferenten zurück in die City? Stellungnahme der SPD zur geplanten Verlegung des Büros der Jugendreferentin

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Heike Gottwald und weitere Scharnhorster SPD-Politiker sprechen sich gegen eine Zentralisierung der Kinder- und Jugendreferenten aus. (Foto: Archivfoto: Schmitz)

Die Pläne der Verwaltung, die Fachreferenten für Kinder- und Jugendförderung zentral im Jugendamt der Stadt Dortmund unterzubringen, stoßen bei Scharnhorster SPD-Politikern auf scharfe Kritik.

Sowohl die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst, vertreten durch Karin Heiermann (stv. Fraktionssprecherin) und den Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny als auch die Ratsvertreter Heike Gottwald und Rüdiger Schmidt sowie der SPD-Stadtbezirksvorsitzende Lars Wedekin sprechen sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen diese Planung der Verwaltung aus.

Die Idee der Zenrtalisierung aller Jugendreferenten im Jugendamt ist nicht neu, erklärt Ratsfrau Heike Gottwald. Bereits 2008 sei ein Vorstoß von Seiten der Verwaltung unternommen worden, die Jugendreferenten aus den Stadtbezirken abzuziehen und sie in die City zurückzubeordern.

"Schon damals hatte die BV Scharnhorst auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig beschlossen, dass die für den Stadtbezirk Scharnhosrt zuständige Fachreferentin weiterhin ihre Arbeit von ihrem Büro in der Bezirksverwaltungsstelle Scharnhorst ausüben kann", erinnert sich Gottwald. Die Verwaltung folgte dem Antrag. Alles blieb beim Alten: die gute Arbeit konnte fortgesetzt werden.

Nun wird die alte Idee wieder aus der Schublade geholt, doch auch nach acht Jahren „Lagerzeit“ sei die Idee nicht besser geworden, denn die Situation im Stadtbezirk Scharnhorst habe sich nicht wesentlich verändert, weiß Ratsfrau Heike Gottwald.

Lagerzeit hat Idee nicht besser gemacht

Es ist nicht nachvollziehbar, welchen positiven Effekt eine Zentralisierung der Referenten haben soll, außer vielleicht einen finanziellen. Für die Arbeit vor Ort sei sie sicher hinderlich.

Auch oder gerade weil der Stadtbezirk Scharnhorst eine besondere Sozialstruktur aufweist, ist es nach Ansicht der SPD nicht ratsam, den Arbeitsplatz der Kinder- und Jugendreferenten wieder zentral in die Innenstadt zurückzuverlegen. Nach wie vor ist die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und den vor Ort tätigen Ehrenamtlichen aus Vereinen und Verbänden und der Politik.

Die Haupttätigkeit der Fachreferenten liege in der Vernetzungsarbeit und der Interessenvertretung vor Ort. Dass diese Aufgaben für den Stadtbezirk im Stadtbezirk hervorragend zu bewältigen sind, habe die bisher geleistete Arbeit gezeigt. Das seit 2007 in der Bezirksverwaltungsstelle gelegene Büro der Fachreferentin ist Anlaufstelle für Jugendliche, Mitglieder der Bezirksvertretung und Vereinsvertreter und soll es auch bleiben. Wie, wenn nicht vor Ort, im direkten Kontakt mit allen Beteiligten, soll Kinder- und Jugendarbeit erfolgreich geleistet werden, fragen die Scharnhorster SPD-Politiker.

Wenn die Belange der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen, dann kann es nur eines bedeuten: die Fachreferentin muss weiterhin vor Ort sein und von ihrem Büro in der Bezirksverwaltungsstelle arbeiten können.
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