Poschmann: "Zeit für ein neues Stahlwerk in Dortmund"

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MdB Sabine Poschmann (Foto: Büro Poschmann)
Dortmund: Westfalenhütte | "Eine große Chance für Dortmund" sieht die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann in den Überlegungen von Andreas J. Goss. Als Vorstandschef der Stahlsparte von Thyssen Krupp erwägt er, ein neues Werk zur Oberflächenveredelung von Stahlblechen für die Autoindustrie bauen zu lassen. Bereits jetzt arbeite Thyssen Krupp in seiner Anlage auf dem Gelände der früheren Westfalenhütte größtenteils mit Partnern aus der Automobilindustrie zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Der Betriebsrat sowie die Kollegen des Dortmunder Werkes setzen sich seit langem dafür ein, die Produktionskapazitäten durch eine neue Feuerbeschichtungsanlage zu ergänzen", erinnert Poschmann. Dortmund habe über Jahrzehnte gegen Werksschließungen und den Abbau von Industriearbeitsplätzen gekämpft. Nicht alle Schließungen hätten verhindert werden können. Trotzdem habe Dortmund den Strukturwandel gemeistert. Die verloren gegangenen Industriearbeitsplätze würden allerdings noch heute schmerzlich vermisst.

"Jetzt könnte es andersherum laufen", wirbt Poschmann für den Standort. Mit der geplanten Investition könnten neue, hochwertige Jobs geschaffen und gleichzeitig die vorhandenen 1.300 Arbeitsplätze auf der Westfalenhütte langfristig gesichert werden. Schließlich verfüge Thyssen Krupp mit dem im Jahre 2000 eröffneten Dortmunder OberflächenCentrum (DOC) über das größte Forschungszentrum für die Veredelung von Flachstahl in Europa.

"Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich Thyssen Krupp für den Standort Dortmund entscheidet", sagt Poschmann. Sie sei überzeugt, dass der Konzern mit einem solchen Vorhaben großen Rückhalt in Dortmunds Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bürgerschaft finden werde. „Die Westfalenhütte hat mit dem Thyssen Krupp-Werk immer noch ein Herz aus Stahl. Und es wäre gut, wenn dieses Herz nun eine zweite Herzkammer bekommt“.
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