Grüner Pfeil kann helfen: Zusatzampel soll Unfälle auf Flughafenstraße vermeiden – frühestens 2019 kommt Kreisverkehr

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Gefahr durch Linksabbieger: Die Bezirksvertretung Scharnhorst lud zum Ortstermin an der Kreuzung Flughafenstr./Hostedder Str. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Kreuzung Hostedder/Flughafenstraße |

Über das Gefahrenpotential sind sich alle einig: An der Kreuzung Flughafenstraße/Hostedder Straße in Hostedde kracht es immer wieder, besonders im Zusammenhang mit dem Linksabbiegen. Jetzt wurde eine vorläufige Lösung vorgestellt: Ein grüner Pfeil, der bald 24 Stunden am Tag laufen soll, und nicht nur drei wie bisher.

„Das Problem sind die Linksabbieger. Die einfachste Lösung wäre es, wenn diese gesondert fahren“, fasst es Bezirksdienstbeamtin Martina Zeiger bei einem Ortstermin zusammen. Scharnhorsts Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny hatte Fachverwaltung, Politik und Polizei eingeladen. Linksabbieger aus Richtung Grevel kommend scheinen besonders häufig die Vorfahrt des Gegenverkehrs zu missachten oder deren Geschwindigkeit falsch einzuschätzen. Zwar gibt es an der Kreuzung eine Zusatzampel für Linksabbieger, die erst dann einen grünen Pfeil anzeigt, wenn der Gegenverkehr stehen muss. Das Problem: Der Abbiegepfeil ist nur von 6 bis 9 Uhr geschaltet. Grund ist laut Markus Sonnenschein vom Tiefbauamt, dass zu dieser Zeit besonders viele Autofahrer links abbögen und es sonst kaum welche gäbe.

„Bei einem Unfall um 22 Uhr gab es sechs Verletzte. Und zu einem Zusammenstoß mit tödlichen Folgen kam es an einem Sonntagvormittag. Daher verstehe ich nicht, warum der Pfeil nur von 6 bis 9 Uhr eingeschaltet ist“, sagt Marion Hardt, Geschäftsführerin der Bezirksvertretung Scharnhorst. „Ihn ständig eingeschaltet zu haben, wäre eine einfache und simple Lösung.“ Auch der Geveler Bürger Klaus Reitert hatte hier schon einen schweren Unfall. Jürgen Focke, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung, sagt, dass es an anderen Kreuzungen in Dortmund mit einem grünen Pfeil gut funktioniere: „Da läuft der 24 Stunden am Tag, warum nicht auch hier?“

Es gäbe keine Unfallhäufung zu besonderen Uhrzeiten, ergänzt Sonnenschein. Er ist sich auch nicht sicher, dass ein 24 Stunden laufender Pfeil für eine Entschärfung der Situation sorgen wird, ebenso Volker Brockmeier vom Tiefbauamt/Straßenverkehrsamt. Die Umstellung soll aber so bald wie möglich erfolgen. Sonnenschein will schnell nach einer Firma suchen, die die Ampel umprogrammieren kann.

„Wir wären dankbar, wenn das hier kurzfristig gemacht werden kann“, sagt Pasterny. Ursprünglich war geplant, die Ampel zu erneuern, wie Sonnenschein und Brockmeier erklären. Mittlerweile ist aber ein Kreisverkehr geplant, der frühestens 2018 oder 2019 kommen soll. Diesen halten alle für die beste Lösung. „Dann wären Unfälle in der Form nicht mehr möglich“, sagt Brockmeier. Albina Klimmek (SPD) aus der Bezirksvertretung ist mit der Lösung ebenfalls sehr zufrieden. Auch für die Anwohner wäre es gut, wenn der Verkehr entschleunigt würde, hofft Katja Thimm von der SPD Hostedde-Grevel.
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