Werner Böttger bietet Bergbaugeschichte aus erster Hand // Evinger Geschichtstreff auf Schacht V

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Zu Gast war der Evinger Geschichtstreff beim fachkundigen ehemaligen Betriebsführer auf Minister Stein: Werner Böttger (2.v.r.), vielen auch als ehemaliger Evinger Bezirksbürgermeister, bekannt, begeisterte im Turm von Schacht V mit interessanten Informationen wie mit Anekdoten. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Zeche Minister Stein Schacht V |

Etwa 40 Zuhörer waren am Montagabend (11.7.) der Einladung des Evinger Geschichtsvereins zum Ausflug nach Schacht 5 der ehemaligen Zeche Minister Stein gefolgt, darunter zwei ehemalige Bergleute in zünftiger Montur, ihrer früheren Arbeitskleidung.

Wie erwartet begeisterte Werner Böttger, Eigentümer und Bewohner der Schachtgebäude, seine Zuhörer mit informativen Sachberichten und spannenden Anekdoten aus dem Bergbau in Eving um Umgebung. Fast eine Stunde lang unterhielt der ehemalige Evinger Bezirksbürgermeister und frühere Betriebsführer auf der Zeche Minister Stein im Schachtturm sein Publikum im freien Vortrag und ließ sich auch durch Zwischenfragen nicht aus dem Konzept bringen.

Böttger begann mit der ausführlichen Schilderung der Baugeschichte des Wetterschachtes 5: Der Schacht wurde 1926 abgetäuft, um nach der verheerenden Explosion im Februar 1925 auf Minister Stein mit 136 Toten die Belüftung des Grubengebäudes zu verbessern. Er belegte mit eindringlichen Beispielen die solidarischen Arbeitsformen in der "Gefahrengemeinschaft unter Tage" von Arbeitern ganz unterschiedlicher Herkunft mit bis zu 29 Nationalitäten im Jahre 1975. Das Bergwerk war Ort praktischer Integration von Zuwanderern.

Böttger schilderte beim "Geschichtstreff vor Ort" aber auch amüsiert den zum Teil abgehobenen Standesdünkel unter Tage. Und er befasste sich mit den "Ewigkeitsfolgen" des Bergbaus, beispielsweise dem Risiko von Bergsenkungen jetzt und in Zukunft.
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