Industriegeschichtliche Blätter im Hoesch-Museum: Band 7 "Der Ostfriedhof"

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- Das Titelblatt zeigt die Grabstelle der Industriellenfamilie Hoesch...
Dortmund: Ostenfriedhof |



- Ein Spaziergang über einen historischen "Todtenhof" aus dem Jahre 1876...


Fast 100 denkmalgeschützte Grabstellen des ehem. Dortmunder Industrieadels zeugen von den Gründungsjahren Dortmunds und seinen Persönlichkeiten




Band Nr. 7 aus der Reihe "Industriegeschichtliche Blätter" ist fertiggestellt und ab dem 06.11.2014 im Museums-Shop des Hoesch-Museums Dortmund mit Plan für 2 EURO erhältlich.


- Die Geschichte begann östlich der 1853 gegründeten Zeche Neu-Düsseldorf. Mit dem neuen "Todtenhof" entstand 1876 direkt neben der Zeche an der Düsseldorfer Straße der zweite städtische Friedhof Dortmunds. Heute wird die auch Ostfriedhof genannte Anlage von den Straßen Von-der-Goltz-Str., Robert Koch-Str., Am Ostpark, der ehem. Werksbahnlinie der Westfalenhütte nach Hörde und der S-Bahnstrecke begrenzt.

Der Friedhof war von jeher eine Begräbnisstätte des Dortmunder Industrieadels. Zur Zeit der Blütezeit der Schwerindustrie Anfangs des 20. Jahrhunderts war der in der Nähe liegende Wohnbereich um den Kaiserbrunnen zwischen Bismarckstraße und Ostwall die bevorzugte Wohngegend von Zechen- und Stahlbaronen, Größen der Stadt Dortmund, Künstler und mehr. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Persönlichkeiten und ihre Familienangehörigen auf den in der Nähe liegenden Ostenfriedhof beerdigt wurden. Weiter entdeckt man noch viele Gräber mit bekannten Namen von Dortmunder Geschäftsleuten und Firmen.

- Eine der interessantesten Grabstellen ist die der Industriellen-Familie Hoesch. Albert Hoesch gründete mit vier Familienmitgliedern am 1. September 1871 das Eisen- und Stahlwerk Hoesch und wurde dessen Vorstandsvorsitzender. Nach dem Tode von Albert Hoesch übernahm den Vorstandsvorsitz Friedrich Springorum. Das Familiengrab Springorum befindet sich auch auf dem Ostenfriedhof auf Feld 5.

Weiterhin exstieren im Zentrum des Friedhofs Ehrenmäler mit Gräbern für die Opfer von zwei Dortmunder Grubenunglücken. Auf den Zechen Kaiserstuhl I und Kaiserstuhl II starben viele Bergleute bei Schlagwetterexplosionen.

Diese kleine Doku kann nur auszugsweise einen Überblick über diesen interessanten Friedhof aus der Gründerzeit Dortmunds geben.

Die herausragenden Grabstellen zeugen von:
• Industriellen aus der Stahlindustrie
• Industriellen aus Bergbau, Brauereinen, Ziegeleien, Druckereien etc.
• Dortmunder Persönlichkeiten

- Man sollte die vielen anderen sehenswerten Teile dieses historischen Friedhofes selbst einmal bei einem Spaziergang erkunden. Dazu gehören der jüdische Friedhofsteil, die heute noch von Unbekannten geschmückten uralten Kindergräber oder die vom Künstler Benno Elkan gestalteten Grabstellen...


Einige der interessantesten Grabstellen sind auf der Fotostrecke, mehr in der Dokumentation abgebildet...

(P.K.)
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