Stolperstein erinnert an Wickeder Nazi-Opfer Anton Otto Buschmann

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Auf dem Feldgraben 33 wurde der Gedenkstein für Anton Otto Buschmann im Pflaster verlegt. Mit dabei: Enkelin Elfi Zimmerling (l. mit einem Bild, das u.a. ihren Großvater zeigt) und Tochter Elfriede Zimmerling, geb. Buschmann. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Auf dem Feldgraben 33 |

Gemeinsam mit dem Förderverein Steinwache Dortmund/Internationales Rombergpark-Komitee und Angehörigen hat der Jugendring Dortmund jetzt wieder Stolpersteine in Dortmund im Rahmen des internationalen Kunstprojekts des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt.

Vor dem Haus Nummer 33 an der Straße Auf dem Feldgraben erinnert nun auch ein würfelförmiger Messing-Stein mit eingravierten Lebensdaten im Pflaster, säuberlich von Auszubildenden der Grünen Schule Bochum verlegt, an Anton Otto Buschmann, der einst hier in Wickede wohnte. Auch Buschmanns Tochter Elfriede Zimmerling und Enkelin Elfi Zimmerling nahmen an der feierlichen Aktion teil.

Der 1907 in Dortmund geborene Arbeiter wurde in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft nach Polizei- und Lagerhaft 1941 zunächst in das Konzentrationslager (KZ) Buchenwald, später in das KZ Dachau deportiert. Im November soll Anton Otto Buschmann an einer Erkrankung, die vom Lagerpersonal der Nazi nicht ausreichend behandelt worden war, verstorben sein. Eine Ermordung wird indes nicht ausgeschlossen.

Anliegen des Projekts ist es, mit den Stolpersteinen vor dem Haus die Erinnerung an die Menschen lebendig zu halten, die einst hier wohnten.

Weitere Infos/Kontakt: Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung/Jugendring Dortmund, Andreas Roshol, Tel. 0171/5283749, E-Mail: andreas.roshol@spuren-suchen.de; www.stolpersteine.de.
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