Dortmunder Para-Badmintonspieler bei den Spanish International 2015 erfolgreich

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Dortmunder Gewinner
 
"Team Germany"
 
Eröffnungsfeier
Dortmund: Dortmund-Ost | Der folgende, sehr ausführliche Bericht stammt von Katrin Seibert, die aus der Sicht eines neutralen Beobachters über die Erfolge der drei Dortmunder Teilnehmer schreibt.

Kleines "Team Germany" mit 3 Dortmundern schlägt in Alcudia auf


Ende März machte sich ein kleines „Team Germany“ auf den Weg nach Mallorca um an den 5.Spanish International teilzunehmen.

Insgesamt 4 Rollstuhlfahrer und 4 Fußgänger umfasste das „Team Germany“, darunter 3 Dortmunder Teilnehmer:

Katrin Seibert (1.BC Dortmund), Valeska Knoblauch und Young-Chin Mi (RBG Dortmund).

Erstmals betreut von einem Bundestrainer. Michael Mai, der erste Parabadminton Bundestrainer, machte seine Aufgabe sehr gut.


Freitag früh gab es eine kleine Eröffnungsfeier, die mit dem Einmarsch der Nationen abgeschlossen wurde.

Und dann ging es los ...

Rolli Mixed: Silber für Young-Chin Mi/Valeska Knoblauch


In der Disziplin Rolli Mixed konnten Young-Chin Mi/Valeska Knoblauch ihre 4-er Gruppe mit Siegen über die Inder Suresh Kumar Karki/Kartiki Jagdishbhai Patel, die holländisch/deutsche Paarung Jordy Brouwer Von Gonzenbach/Elke Rongen und über die an zwei gesetzte französische Paarung David Toupe/Pamela Masse gewinnen.

Als Gruppenerster zogen sie damit bereits am Freitag ins Halbfinale ein.
Samstagabend konnten sie dann gegen Francois Nalborczyk/Kristel Gevaert
(Frankreich/Belgien) mit 21-17 / 21-13 ins Endspiel einziehen.

In einer Halle ohne Zuschauer wurde dann Samstagabend sehr spät auch noch das Finale im Mixed gespielt.

Gegner waren die an 1 gesetzte Paarung Martin Rooke/Karin Suter-Erath (England/Schweiz).

Mit 21-12 / 21-12 ging das Finale klar an die Gegner.
Young-Chin und Valeska freuten sich trotzdem über Silber.

Rolli Damen Einzel: Silber für Valeska Knoblauch


Valeska spielte am Freitag noch ihre Gruppenspiele im Einzel.
Mit Setzplatz 2 gewann sie alle drei Einzel deutlich gegen Spielerinnen aus Spanien, Belgien und Russland und zog auch im Einzel ins Halbfinale ein.
Am Sonntag wurde diese Disziplin dann erst zu Ende gespielt. Im Halbfinale stand Valeskas Doppelpartnerin Elke Rongen auf der gegnerischen Seite.
Mit 21-16 / 21-12 konnte Valeska an diesem Tag Elke deutlich besiegen.
Im Endspiel stand dann erneut die Schweizerin Karin Suter-Erath Valeska gegenüber.

Wieder gewann die Schweizerin sehr deutlich mit 21-7 / 21-9 und Valeska hatte bereits die zweite Silberne Medaille in der Tasche.

Rolli Damen Doppel: Silber für Valeska Knoblauch


Im Rolli Damen Doppel ging Valeska Knoblauch dann gemeinsam mit Elke Rongen (Aachen) aufs Feld.

Deutlich konnten sie gegen Amalia Martinez Lopez/Kartiki Jagdishbhai Patel (Spanien/Indien) mit 21-7 / 21-3 und gegen Kristel Gevaert/Pamela Masse (Belgien/Frankreich) 21-7 / 21-11 gewinnen.

Im letzten Spiel ging es um Gold oder Silber.

Leider zogen sie gegen das Doppel Liliia Prokofeva/Karin Suter-Erath (Russland/Schweiz) den Kürzeren, so dass die 14-21 / 12-21 Niederlage die dritte Silbermedaille für Valeska bedeutete.

Rolli Männer Einzel: Platz 5 für Young-Chin Mi


Young-Chin ging im Einzel von Position 5 in den Wettkampf. So gewann er seine Gruppe ohne Satzverlust gegen einen Polen und einen Spanier, lediglich der Franzose Sebastian Martin war ein ernst zu nehmender Gegner. Hier konnte Young-Chin mit 21-17 / 21-16 das Spiel für sich entscheiden und zog damit im Einzel ins Viertelfinale ein.

Am Samstag war dann dieses nach hartem Kampf leider Endstation.

Young-Chin verlor gegen den Russen Pavel Popov äußerst knapp mit 21-19 / 19-21 / 16-21.
Damit belegte er einen guten 5. Platz.

Stehend Damen Doppel: kein eigener Wettbewerb


So musste die beinbehinderte Paarung Helle Sofie Sagoy/Katrin Seibert
(Norwegen/Deutschland) bei den armbehinderten Männern mitspielen.

So war klar, hier konnte es nur darum gehen irgendwie zu trainieren für kommende Turniere bzw. für die Weltmeisterschaft.

Denn klar ist schon jetzt, dass Helle Sofie und Katrin ihren WM Titel gemeinsam im Herbst verteidigen wollen.

Man verlor gegen Liek Hou Cheah/Hairol Fozi Saaba (Malaysia) 6-21 / 10-21 und gegen James Binnie/Mark Modderman (England/Holland) 10-21 / 11-21.

Stehend Damen Einzel: Bronze für Katrin Seibert


Das Dameneinzel im stehend Bereich konnte gespielt werden, allerdings wurden Klassen zusammengelegt, so dass auch hier beinbehinderte gegen armbehinderte spielen mussten.

In der Gruppe gewann Katrin Seibert deutlich gegen Veronique Braud (Frankreich) mit 21-6 / 21-8 und verlor gegen die amtierende Weltmeisterin Parul Dalsukhbhai Parmar (Indien) erst in drei Sätzen mit 18-21 / 21-19 / 17-21 und zog hiermit ins Halbfinale im SU 5 Einzel ein.

Im Halbfinale stand ihr dann die armbehinderte Julie Thrane (Dänemark) gegenüber.

Erstaunlicherweise gelang es Katrin trotz der schnellen und gesunden Beine der Dänin zunächst den ersten Satz mit 21-19 zu gewinnen.

Im zweiten Satz lag Katrin hoch zurück, kämpfte sich nochmal ran, doch leider zu spät, so dass der zweite Satz leider mit 19-21 an Julie ging.

Im dritten Satz stellte Julie ihr Spiel komplett um und Katrin hatte keine Chance mehr. Der Satz ging deutlich an die spätere Turniersiegerin mit 21-13.

Anschließend hatte Katrin noch die Chance, um Silber gegen ihre Doppelpartnerin Helle Sofie Sagoy (Norwegen) zu kämpfen.

In einem Spiel mit sehr viel Spannung verlor Katrin nach drei vergebenen Matchbällen das Spiel gegen Helle mit 22-20 / 12-21 / 23-25.

Somit hatte Katrin im Einzel Bronze in SU 5 gewonnen.

Stehend Mixed: Gold für Katrin Seibert


In der Disziplin Stehend Mixed konnte Katrin Seibert mit ihrem Partner Jan-Niklas Pott (Altenholz) gegen die Inder Manoj Sarkar/Parul Dalsukhbhai Parmar 21-14 / 21-9 und die Franzosen Lucas Mazur/Veronique Braud ebenfalls ihre Gruppe gewinnen und ins Halbfinale einziehen.
Wobei die Begegnung gegen die Franzosen am seidenen Faden hing. Durch einige fragwürdige Entscheidungen, brachte der Schiedsrichter die Deutschen ziemlich aus dem Tritt. Nach verlorenem ersten Satz 20-22 und einem möglichem Vorrunden-Aus konnte man den zweiten Satz mit 21-17 gewinnen und im dritten dann wieder gefasster und deutlich mit 21-10 gewinnen.

Das Halbfinale ging gegen die Norweger Aleksej Roman Kurstrin-Iversen/Helle Sofie Sagoy kampflos wegen Krankheit an Jan-Niklas und Katrin.

Im Finale traf man erneut auf die Inder aus der Gruppe, die ihr Spiel mittlerweile völlig umgestellt hatten.

So war das letzte Spiel des ganzen Turniers natürlich ein 3 Satz Spiel.

Durch die taktischen Umstellungen der Inder Manoj Sarkar/Parul Dalsukhbhai Parmar wurde es deutlich spannender.

Am Ende konntenJan-Niklas und Katrin mit 21-13 / 17-21 / 21-14 gewinnen und Gold erringen.

Dortmunder Teilnehmer mit 4 Medaillen im Gepäck


Allein die Dortmunder brachten 1 x Bronze, 3 x Silberund 1 x Gold mit nach Hause.

Nächster Wettkampf: Deutsche Meisterschaften


Als nächstes werden alle drei am 18.und 19.April bei den Deutschen Meisterschaften in Wetter-Wengern um die nächsten Medaillen kämpfen.
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