Zum Finale schlagen die Dortmund Spezialisten zu

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Wisperwind siegt unter Robin Weber (Foto Rühl)

Zum Finale der Wintersaison 2016/ 2017 auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel haben die Spezialisten zugeschlagen. In sechs der acht Rennen des Abends siegten Pferde, die mit frischer Siegform aus Dortmund angetreten waren. Zu den Highlights der letzten Sandbahnveranstaltung in diesem Frühjahr in Deutschland zählten ein Verkaufsrennen, ein Rennen für Vertreter des aktuellen Derbyjahrgangs sowie ein Ausgleich III über 2.500m.



„Unser ‚grünes Team‘ hat eine tolle Leistung vollbracht und die Startmaschine in wochenlanger Eigenarbeit wieder in Schuss gebracht haben“, sagte Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke. „Der Besuch war angesichts des gleichzeitigen stattfindenden Pokalspiels von Borussia Dortmund natürlich sehr schwach. Wir freuen uns jetzt auf den Beginn der Grasbahn-Saison am traditionellen Christi-Himmelfahrt-Renntag in Zusammenarbeit mit der Sparkasse. Da wird die Bahn dann wieder richtig voll sein. “

Sensation durch Beetlestar

Das letzte Rennen der Wintersaison war ein Verkaufsrennen über 1.800m. Dabei erhielten die Pferde ihr Gewicht je nach einem möglichen Kaufpreis. Das Höchstgewicht trug Jungleboogie aus dem Stall von Christian von der Recke. Der fünfjährige Hengst hatte zuletzt hier in Wambel Ende Januar einen Ausgleich III gewonnen. Rene Piechulek steuerte den 14:10-Favoriten auch heute wieder überlegen zum Sieg.

Für eine ziemliche Überraschung sorgte dagegen im Dreijährigen-Rennen Beetlestar (352:10), der von Petra Gehm trainiert wird und in ihrem Besitz steht. Mit Carlos Henrique im Sattel gewann der Hengst überlegen vor dem klaren Favoriten Dante Veloz, der sogar noch eine Nennung für das Deutsche Derby 2017 hat. Um im Juli aber in Hamburg mitmachen zu können, muss er sich in den kommenden Monaten gewaltig steigern.

Im Ausgleich III über 2.500m siegte mit Wisperwind (21:10) ebenfalls ein Pferd, das mit Dortmunder Siegform angereist war. Der fünfjährige Wallach aus dem Stall von Henk Grewe hatte hier im November leicht die Oberhand behalten. Heute musste er sich aber deutlich mehr strecken, um den Angriff von All Talk N No Do abzuwehren. „Er musste kämpfen, aber hat immer toll angezogen“, sagte Siegreiter Robin Weber.


Die Dortmunder Form stimmt

Gleich in den ersten drei Rennen des Abends siegten Pferde, die zuletzt in Wambel erfolgreich waren: Der 34:10-Favorit Prefect für Trainerin Ana Bodenhagen und Reiter Alexander Pietsch im Ausgleich IV über 1.200m, Meerwind (71:10) für den Niederländer Lucien van der Meulen und Nicola Sechi im Ausgleich IV über 1.950m sowie das Familienpferd Destination (24:10) für Toon van den Troost und Anna van den Troost aus Belgien im Ausgleich IV über 1.800m. Der Einlauf Destination vor Wisewit, Grandolo und Perfect Orange brachte in der mit 10.000 Euro garantierten Gewinnausschüttung eine Quote von 50.000:10 in der Vierwette.

Die fünfjährige Stute Addexa setzte dann die Siegesserie der Dortmund Spezialisten im Ausgleich IV über 2.500m fort. Hochüberlegen gewann die von Stefan Richter trainierte 41:10-Chance mit Francesco Ladu im Sattel. „Heute ist zwar Dienstag, aber das war ein Sonntagsritt“, kommentierte Dortmunds Bahnsprecher Pan Krischbin den eindrucksvollen Erfolg.

Als Doppelsieger konnten sich Trainer van der Meulen und Jockey Sechi feiern lassen. Mit Weltwunder (73:10) triumphierten sie in einem Ausgleich IV über 2.500m. Für den fünfjährigen Wallach war es im zehnten Start der erste Sieg überhaupt. Kein Wunder, aber doch eine kleine Überraschung.
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