Volleyballer des TV Hörde ringen in der Dritten Liga den Vorjahresmeister PTSV Aachen nieder

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Hördes Spielmacher Pascal Rademacher in Aktion (Foto: Ruhr Nachrichten)
Volleyball – Dritte Liga
TV Hörde – PTSV Aachen 3:0 (29:27, 25:22, 28:26)

Nachdem im Auftaktsatz dem Hauptangreifer Lenard Exner die Bälle reihenweise vor die Füße geblockt wurden, die Aufschläge der Hausherren ins Aus segelten und zu einem schnellen 2:6 und 5:10 Rückstand führten, befürchteten selbst die größten Optimisten eine schnelle und glatte 0:3 Pleite. Doch nach 70 spannenden Spielminuten mussten die Gäste ohne Satzgewinn und mit leeren Händen die Heimreise antreten.
Weil der etatmäßige Libero Torben Mols verhindert war, nominierte TVH-Coach „Teee“ Slacanin in Absprache mit Kapitän Terhoeven mit Frederick Beyrich einen Routinier für die Rolle des freien Mannes mit dem andersfarbigen Trikot, der auf Anhieb einen sicheren Pass spielte und kaum einen Ball auf den Boden fallen ließ.
Schon im Vorfeld hatte der Vorjahresmeister auf seiner Homepage die fantastische Stimmung in der Hörder Festung gelobt. Und in der Tat trieben die erneut fast über 300 Zuschauer auf der Tribüne ihre Lieblinge mit flotten Sprüchen, Klatschpappen und Gesängen zu Höchstleistungen. „Wir haben die besten Fans und mit Sven Terhoeven auch den besten Hallensprecher der dritten Liga“, freute sich Kapitän Jan Terhoeven nach der tollen Unterstützung.
Die Gäste aus der Kaiserstadt, die nach jeweils 1:3 Niederlagen gegen den Tabellenführer Tecklenburg und den bärenstarken Aufsteiger Fischenich mit 0 Punkten an die Danziger Straße gekommen waren, präsentierten sich als erfahrenes Team, das taktisch bestens geschult ist und auch im athletischen Bereich auf Topniveau spielte.
In diesen Bereichen waren die Schützlinge von Trainerin „Teee“ Slacanin den Postlern aus Aachen unterlegen. Wenn sich dennoch die Hörder gegen die 2m-Riesen knapp, aber verdient durchsetzten, hat dies drei Gründe. Spielmacher Pascal Rademacher spielte ab Mitte den Auftaktsatzes die Pässe nicht so dicht an das Netz, sodass die Angreifer einen größeren Winkel hatten. Zudem hatte Jan Terhoeven einen Sahnetag erwischt und setzte mit seinen gewaltigen Sprungaufschlägen die Annahme der Gäste unter Druck.
Der zweite Hauptangreifer Marius Harrmann, der mit seinen Sprungaufschlägen kaum Wirkung erzielen konnte, schaltete auf fiese Floateraufschläge um. Der Mann mit der Trikot-Nummer 1 änderte zudem auch seine Angriffstechnik und schlug den starken Block der Postler nicht mehr frontal, sondern diagonal oder von oben an.
Im dritten Satz lieferten sich die Schmetterlinge auf beiden Seiten des Netzes einen wahren Volleyballkrimi. Nach einer scheinbar sicheren 18:12 Führung der Hörder konnten die Aachener zum 24:24 ausgleichen. Die Hausherren mussten bei 23:24 und 25:26 zwei Satzbälle abwehren, verwandelten den ersten Matchball bei 27:26 und vermieden so die Verlängerung.
Eine überaus glückliche und erleichterte Trainerin „Tee“ Slacanin war von der Moral und Kampfkraft ihrer Schützlinge beeindruckt, forderte aber unmissverständlich, „dass der TVH in kritischen Phasen arroganter auftreten muss.“
TVH: Harrmann, Rademacher, Groß, Lange, Terhoeven, Karkoszka, Henke, Beyrich, Fingerhut, Exner
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