Keine Mehrheit für Dorfplatz in der Martener "Meile"

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In der Martener Ortsmitte wird sich nichts ändern. Die Bezirksvertretung erteilte Plänen der Grünen eineAabsage, die den unteren Teil der „Meile“ für Autos sperren wollen. (Foto: Schütze)

Die Martener „Meile“ als Treffpunkt der Bürger mit Cafés, Biergärten, Wochenmarkt-Atmosphäre – und das alles ohne störende Autos. Davon träumten die Grünen zuletzt öffentlich – bis sie in der Bezirksvertretung unsanft geweckt wurden.

„Die Straße In der Meile stellte in früheren Zeiten eine der wunderschönsten Flaniermeilen im Dortmunder Westen dar. Mittlerweile ist sie fast zu einem Schandfleck heruntergekommen.“ So lautet die Diagnose von Frank Meyer, dem Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Lütgendortmund.
Um die „Meile“ wieder attraktiv zu machen, müsse ein „Dorfplatzkonzept“ für das Straßenstück in der Ortsmitte her, forderten die Grünen. Das heißt vor allem: Autos raus und damit Platz schaffen für spielende Kinder, aber auch Biergärten, Straßencafés und den Martener Wochenmarkt.
Visionen, für die es von den anderen Fraktionen in der Bezirksvertretung keinen Beifall gab. „Eine Sperrung der Meile ist mit der SPD nicht zu machen“, erklärte Walter Horsten. Der SPD-Bezirksvertreter aus Marten erinnerte daran, dass 2010 die rot-grüne Koalition einen Vorstoß in Sachen Meile unternommen habe. Damals sei man beim Planungsdezernenten abgeblitzt. „Ein neuer Anlauf macht keinen Sinn.“
Reinhard Gallen, politisches Urgestein aus Marten und Vertreter der Bürgerliste, erinnerte daran, dass es längst Möglichkeiten für Außen-Gastronomie gebe, die aber nicht genutzt würden. Auch er erteilte einer „autofreien Meile“ eine deutliche Absage. „Dann haben wir noch mehr Ladenlokale, die leer stehen.“
Auch in Sachen Wochenmarkt erteilte Gallen den Grünen-Plänen eine glatte Absage. „Der Wochenmarkt wird auch in Zukunft auf dem Marktplatz an der Barichstraße stattfinden.“
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