Sting und das Leichenpuzzle

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Kai Magnus Sting: Leichenpuzzle; kbv Verlag Hillesheim 2015; 298 Seiten; ISBN: 978-3-95441-238-9

Friedrichsberg, Straaten und Dahl heißt ein kriminalistisches Altherren-Trio vom Niederrhein. Eine mysteriöse Selbstmordserie, zu der auch undurchsichtige Axtmorde gehören, hält sie beschäftigt, genauso wie eine jugendliche Schlägertruppe so ganz nebenbei.

Sting ist Jahrgang 1978. Der Duisburger schreibt seit rund 20 Jahren Kabarettprogramme, Hörspiele, einen Kriminalroman, Kurzgeschichten sowie Kolumnen für Radio und Zeitungen. Er ist mit seinem Bühnenprogramm auf Tourneen zu sehen.

Auch wenn der Name nciht expressis verbis genannt wird, so ist doch an einigen Stellen deutlich sichtbar, daß die Geschichte in Duisburg spielt. Die Ideen, einen Altherren-Trupp erfolgreich als Detektive wirken zu lassen, ist nicht so ganz neu - einige andere Autoren aus der Region haben sie schon erfolgreich aufgegriffen.

An einigen Stellen ist die Handlung makaber, an anderen Stellen wortgewaltig und schwülstig, wiederum an anderen Stellen auch spannend und dramatisch. Aus kriminalliteraturwissenschaftlich-theoretischen Gesichtspunkten heraus wird die Geschichte nicht ganz sauber erzählt. Es gibt zwar den erzählerischen Dreisprung Auffinden einer Leiche - Ermittlungsarbeit des Detektives - Vorstellung der Lösung: Dem Leser wird aber nicht die Möglichkeit geboten, aus eigenem Nachdenken und Deduktion heraus den Täter zu ermitteln.

Am Ende ist somit ein kleiner Überraschungsaugenblick vorhanden.
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