Das 8. Weltwunder: "Größte Sandburg" - Besucher strömen in den Landschaftspark

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Fotos: Frank Preuß
 
Gizeh? Nein, in Duisburg steht das zurzeit beliebteste Fotoobjekt! Alf und Rosi Alte-Teigeler aus Duisburg
Das achte Weltwunder steht im Landschaftspark Nord! Den Besucherströmen nach zu urteilen, die am Sonntag mit „Kind und Kegel“ durch das Gelände pilgerten, mutete das auch ganz so an.

Zwar kein Weltwunder, aber immerhin hoffentlich ab Freitag die größte Sandburg der Welt, blickt dieser Tage ihrer Vollendung entgegen. Und diese Attraktion versetzt die vielen Besucher in ehrfürchtiges Staunen und große Bewunderung. Bei bestem Spätsommerwetter ist der Schauplatz schon am Vormittag brechend voll: Sowohl die Logenplätze unmittelbar vor der „Baustelle“, als auch in der künstlich angelegten Beach-Area, wo viele gemütlich in Liegestühlen die Arbeiten an dem über fünf Meter hohen Objekt beobachten. Soeben ist darauf das berühmte Wahrzeichen Venedigs – die Rialto-Brücke – fertig geworden. Die Sandkünstlerin betrachtet ihr Werk. Überhaupt gibt es viel zu entdecken, an dieser riesigen Sandskulptur: Den schiefen Turm von Pisa, das Collosseum aus Rom, ein monumentales Flamenco-Tänzer-Paar, Palmen, eine riesige Waserrutsche, an der ein Kind hinunter rutscht und vieles mehr. Oma, Opa, Kinder und Erwachsene zücken ihre Handys, nachdem sie den Anblick gebührend genossen haben. Ausrufe der Begeisterung sind zu hören: „Guck mal wie schöön!“ „Schau mal ein Krakengesicht!“, „Guck mal, wie filigran die das Muster machen“ oder „Am schönsten sind die Türmchen – herrlich!“.

"Ich krieg' den Mund nicht mehr zu!"

Auch Walter Scheideler (80) hat sich mit gezücktem Smartphone in Position gebracht, um ein paar Schnappschüsse zu machen. „Ich krieg’ den Mund nicht zu vor lauter Staunen“, sagt der Oberhausener fasziniert. Der aktive Senior ist mit dem Rad die schlappen 20 Kilometer angereist. „Vor dieser Akribie habe ich größte Hochachtung“, sagt er ehrfurchtsvoll.„Ich mach’ wieder ein ganzes Fotoalbum voll mit Bildern von der Aktion, so wie im letzten Jahr“, erzählt der Duisburger Alf Alte-Teigeler, der mit seiner Gattin Rosi das Spektakel auf keinen Fall versäumen wollte. Das Paar war auch wie im vergangenen Jahr beim 1. Versuch beim „1. Spatenstich“ dabei. „Als Duisburger müssen wir hin und wir werden bestimmt noch mehrmals wieder kommen!“, sagt Gattin Rosi. Mit Blick auf die Besucherströme am heutigen Sonntag schiebt sie lachend nach: „Und die, die das letztes Jahr verpennt haben, sind wohl auch gekommen!“

Mehrfach hier gewesen, seitdem die Arbeiten an der Burg laufen, sind auch der Meidericher Kevin The-Kaye und sein Söhnchen Louis (4). „So etwas aus Sand zu bauen, ist absolut faszinierend“, findet der Familienvater. Auch Anja und Ulf Welz kommen regelmäßig, um den internationalen Sandkünstlern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Heute haben sie ihre Patenkinder dabei. „Ich finde es faszinierend, wie sie die Motive so echt hinbekommen“, lobt Anja Welz. Ach Antonia (11) und Emilia (9) staunen.

"Das ist eine großartige Aktion!"

Ihrer kleinen Tochter hat es eine Familie aus Kevelaer zu verdanken, dass sie von dem Sandburgen-Projekt erfahren hat. „Ich habe darüber in der Kinderzeitung gelesen“, erzählt Karlien (6) stolz. Mama Nadine begeistert: „Wahnsinn, man erkennt bei den Bauwerken, die die Künstler in den Sand gearbeitet haben, sogar verschiedene Baustile: spanischen, mediterranen oder gotischen!“ Papa Frank hingerissen: „Das ist eine großartige Aktion!“
Der Meidericher Wolfgang Schulden, der 32 Jahre als Maschinenschlosser „hier“ gearbeitet hat, bringt seine Begeisterung auf den Punkt: „Was Menschenhand so schaffen kann!“ Auch der geborene Duisburger Udo Plass („Einmal Duisburger, immer Duisburger“), der in der Nähe von Straßburg lebt, hat es sich nicht nehmen lassen, bei seiner heimatlichen Stippvisite mit Familie, vorbei zu schauen. Begeistert hält er das Gesehene mit seiner Kamera fest.

Info:

Seit dem 8. August läuft die Aktion unter Federführung des Duisburger Reiseveranstalters Schauinsland. Sandkünstler aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Russland, Kanada, Ungarn, Irland, den Niederlanden und der Tschechoslowakei arbeiten an dem über 15 Meter hohen Objekt. Der Weltrekord liegt derzeit in Indien bei 14, 84 Metern. Im vergangenen Jahr war die Burg in Duisburg eingestürzt. Abnahme durch Guinessbuch-Vertreter ist am Freitag, 1. September, 12 Uhr. Die Sandburg kann noch bis zum 29. September im Landschaftspark Nord bewundert werden.

Die Fotos und der Bericht vom Tag der Rekordabnahme HIER.
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