teures Schwarzfahren

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Schwarzfahren kostet ab dem 1. August 60 Euro

Zum 1. Juli wurde landesweit der Betrag des „Erhöhten Beförderungsentgelts“ (EBE), das Bußgeld fürs Schwarzfahren, von 40 Euro auf 60 Euro angehoben. Mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erhöht zum 1. August nun auch die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) das EBE. Wer ab dann ohne gültigen Fahrschein in den Bussen und Bahnen der DVG angetroffen wird, muss tiefer in die Tasche greifen.

Jürgen Sterzl, Sachgebietsleiter Einnahmesicherung im Bereich Kundenmanagement bei der DVG, erklärt: „Täglich kontrollieren zahlreiche Ticketprüfer die Fahrscheine unserer Fahrgäste in den Bussen und Bahnen. Viele halten Schwarzfahren vielleicht für einen Schülerstreich oder ein Kavaliersdelikt, es ist aber eine Straftat.“ Denn durch das Schwarzfahren entgehen der DVG hochgerechnet Einnahmen von bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr. Die DVG führt mit Unterstützung der Polizei zudem regelmäßig Ticket-Sonderkontrollen an verschiedenen Standorten in Duisburg durch, um in einer gezielten Aktion Schwarzfahrer zu überführen.

Im europäischen Vergleich liegt das EBE in Deutschland nach wie vor auf einem der hinteren Plätze. In Belgien kostet Schwarzfahren 100 bis 200 Euro, in Frankreich 45 bis 180 Euro und in der Schweiz 70 bis 160 Euro. Die DVG wird auch in Zukunft die Bestrebungen des VRR und des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützen, das erhöhte Beförderungsentgelt weiter anzuheben, da es sich beim Schwarzfahren um ein Erschleichen von Leistungen und somit um eine Straftat handelt.

Das Fahren in Bus und Bahn führt bei Fahrgästen, die wiederholt ohne gültiges Ticket angetroffen wurden, zu einer Strafanzeige. Die Zahlung des EBE in Höhe von 60 Euro stellt im rechtlichen Sinne keine Entlastung dar. Als Wiederholungstäter gelten diejenigen, die zwei Mal ohne gültiges Ticket in Bussen und Bahnen angetroffen wurden.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

Mit rund 850 Mitarbeitern befördert die DVG jährlich über 63 Millionen Fahrgäste in ihren 165 Bussen und 64 Bahnen, das sind etwa 173.000 Personen am Tag. 53 Kilometer umfasst das Schienennetz in Duisburg, auf dem die DVG drei Straßenbahnlinien und eine Stadtbahnlinie betreibt. Das Busnetz mit 32 Linien hat eine Länge von knapp 400 Kilometern. Insgesamt bedient das Verkehrsunternehmen 704 Haltestellen, davon 131 Bahn- und 573 Bushaltestellen, und legt pro Tag 37.455 Kilometer zurück.

Diese Nachricht stammt von der Duisburger Verkehrsgesellschaft.
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