29. Deutsch Amerikanischer Tag wurde im Kultur- und Stadthistorischen Museum festlich begangen

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Gut 60 Mitglieder und Freunde waren der Einladung zum Deutsch Amerikanischen Tag gefolgt, die zu Beginn die Mitglieder des "Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Niederrhein" (DAFN) sowie des "American Women's Club of Düsseldorf e.V." von der Direktorin des Museums, Frau Dr. Sommer, durch die Sonderausstellung „Noch viele Jahre lang habe ich nachts von Duisburg geträumt - Jüdisches Leben in Duisburg von 1918 bis 1945“ geführt wurden.

Sie bekamen eindrucksvoll geschildert, das jüdisches Leben mit seinen kulturellen und religiösen Infrastrukturen lange vor 1933 zur Selbstverständlichkeit des Duisburg Alltags gehörte. In der NS-Zeit wurde dieses vielfältige Leben gänzlich zerstört. Neben den organisierten Ausschreitungen gegen Juden, Drangsalierungen, Verordnungen und Einschränkungen und der „Arisierung“ ihres Eigentums wurde auch in Duisburg ihr Leben massiv bedroht und ihre Gotteshäuser in der „Reichsprogromnacht“ zerstört. Sie wurden verhaftet, misshandelt, deportiert und schließlich brutal und systematisch ermordet.

Nach der Führung begann der eigentliche Festakt, der geprägt war von einem abwechslungsreichen Programm.

Unter den Gästen konnte man ganz besonders den Generalkonsul der Vereinigten Staaten, Michael R. Keller begrüßen. Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein Westfalen, Frau Hannelore Kraft, hatte ein Grußwort übersendet.

Zu Beginn begrüßte Frau Dr. Sommer noch einmal die Anwesenden, wie auch Andreas Klose, der neue Präsident des DAFN und Barbara Bühling, Präsidentin des AWC Düsseldorf noch einmal in ihren Begrüßungsreden auf diese besonderen Tag eingingen.

Natürlich wurden auch die Nationalhymnen der beiden Staaten von den Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung gesungen.

Die Grüße der Stadt Duisburg überbrachte Bürgermeister Volker Mosblech, der u.a. Auch auf die Verdienste des DAFN beim Zustandekommen der Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Fort Lauderdale hinwies.

Und auch Generalkonsul Michael R. Keller verwies in seiner Rede die wichtige Aufgabe der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft hervorhob, und dieses gerade auf der Basis der so sehr engagierten Gruppen und Vereine, die sich dieser Aufgabe gewidmet haben.

Da Karl-Heinz Thor sein Amt als Präsident des DAFN nach langjährigem Wirken zur Verfügung gestellt hat, um den Verein auch weiterhin in eine gute Zukunft zu führen, stellte sich der neue Vorstand des DAFN den Gästen vor.

Dieser besteht gemäß Satzung aus Präsident, Vizepräsident, Schriftführer und Schatzmeister. darüber hinaus gibt es Koordinatoren, die sich um Sonderthemen kümmern und den Vorstand bei seiner Arbeit unterstützen.

Dem neuen Vorstand des DAFN gehören an:


Präsident Andreas Klose
Vizepräsident Kai Christian Zimmermann
Schriftführerin Linda Rohlf
Schatzmeister Dr. Peter Koch


Als Chairperson für den Studenten Austausch fungiert Katharina von Elbwart und als Koordinator für die Städtepartnerschaft bliebt Karl-Heinz Thor dem DAFN auch weiterhin in aktiver Funktion erhalten.

Dennoch durfte eine Verabschiedung und Würdigung der Verdienste von Karl Heinz Thor nicht fehlen, und als Laudator hatte man Benno Lensdorf gewinnen können, der den unermüdlichen Einsatz des Geehrten für den Verein in seiner Rede ganz besonders hervorhob.

Und auch Mike Pilewski, Vorsitzender Studentenaustausch im Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs überbrachte die besten Wünsche und Dankesworte zum Ausdruck. Doch vielmehr war er extra nach Duisburg gekommen, um Karl Heinz Thor das „Federation Certificate of Appreciation“, eine Anerkennungsurkunde, zu überreichen.

Vom DAFN erhielt Karl Heinz Thor zudem noch eine Medaille überreicht.

Es folgten Berichte der Austauschstudenten. Anika Scheuermann von der FSU/Tallahassee in Florida stellte sich vor und warum sie gerade Duisburg als Austauschort gewählt hat.

Grüße von den Studierenden in den USA, Kerstin Hoebink, Lea Haverbeck, Alexandra Piekarska wurden von Katharina von Elbwart überbracht.

Musikalisch wurde die Veranstaltung vom „Mercator Ensemble“ gestaltet, das in einem Benefiz Konzert zu Gunsten des Jugend- und Studenten Austauschprogramms bekannte Stücke zu Gehör brachte.

Beim „Get together“ blieb man noch einige schöne Stunden beisammen und tauschte sich über die Verbandsarbeit aus.

Über den German-American Day:


Der German-American Day ist ein Feiertag in den Vereinigten Staaten, der jährlich am 6. Oktober begangen wird. Dieser soll an das deutsche Erbe erinnern und nimmt Bezug auf den 6. Oktober 1683, als 13 deutsche Familien, die aus Krefeld und Lank-Latum (heute Teil der Stadt Meerbusch, Rhein-Kreis Neuss) in die Nähe von Philadelphia übersiedelten und dort Germantown gründeten.

Hierbei handelte es sich um die erste deutsche Siedlung in den Dreizehn Kolonien.

Erstmals wurde dieser Tag im 19. Jahrhundert gefeiert, aber bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die während dieser Zeit vorherrschende anti-deutsche Stimmung in den Vereinigten Staaten starb diese Tradition aus.

Erst 1983 wurde sie wiederbelebt, als der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, den 6. Oktober zum German-American Day ausrief, um den 300. Jahrestag der Immigration von Deutschen und ihrer Kultur in die Vereinigten Staaten zu feiern und zu ehren.
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