Gutes kaufen, Gutes essen, Gutes tun! - Beeming Box: Stadt gibt volle Rückendeckung für eine tolle Idee

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Dr. Ralf Krumpholz, Jens Schneiders und Dirk Sander (v.l.) präsentieren die Beeming Box, die es „in sich“ hat. (Foto: Reiner Terhorst)
 
Dirk Sander, Dr. Ralf Krumpholz und Jens Schneiders (v.l.) sind vom Erfolg der Beeming Box als wegweisendes, gesundes und soziales Projekt überzeugt. (Foto: Reiner Terhorst)
„Das ist für uns eine gesellschaftliche, soziale und vor allem wegweisende Herausforderung.“ Dirk Sander, Leiter des bei Haniel in Ruhrort im dortigen ehemaligen Gästehaus untergebrachten Social Impact Lab Duisburg, meint damit die Beeming Box, und die hat es im wahren Sinn des Wortes „in sich“.

Das Social Impact Lab hatte und hat sich zum Ziel gesetzt, Firmengründungen mit sozialer Zielrichtung zu unterstützen. Nun ist die Beeming Box dessen erstes Sozialunternehmen und hat jetzt seinen Betrieb aufgenommen. Als das Konzept auf dem Haniel-Campus vorgestellt wurde, gab es nur strahlende Gesichter.
Getreu der Devise „Ein Genie ist, wer Selbstverständliches als erster entdeckt“ ist die Idee einfach wie sozial-genial. Ab sofort können sich Kundinnen und Kunden auch in Duisburg mit dem Onlinekauf von Bio-Lebensmitteln nicht nur zu marktüblichen Preisen gesund ernähren, sondern dabei Hilfsprojekte in der Stadt mit einer Spende unterstützen, und das ohne Mehrkosten.

Mit einer Boxbestellung gehen automatisch zehn Prozent des Einkaufswertes an ein lokales Hilfsprojekt, das der Kunde selbst auswählt, bei Firmenabos sogar 20 Prozent. In Duisburg ist das zum Start zunächst für drei Projekte möglich: den örtlichen Kinderschutzbund, die Ruhrorter Hafenkids und das Flüchtlingshilfeprojekt Daheim. Weitere sollen hinzukommen. Schließlich gilt für die Beeming Box: Gutes einkaufen, Gutes essen, Gutes tun.

Jens Schneiders, Beeming Box-Gründer und -Geschäftsführer, will soziales Engagement genauso selbstverständlich werden lassen wie gesunde Ernährung. Beeming Box funktioniert einfach und pragmatisch. Der Privatkunde wählt online auf www.beemingbox.de seine gewünschte Bio-Box aus, entweder als einmalige Bestellung oder als wöchentlich kündbares Abonnement. Bereits bei der Bestellung entscheidet er ganz individuell und allein, welches Duisburger Hilfsprojekt die Spende von zehn Prozent direkt nach dem Absenden der Bestellung als Kontogutschrift bekommt.

Gesunde Ernährung, soziales Engagement


Für Firmen, die ihre Mitarbeiter etwa mit gesundem Bio-Obst versorgen möchten, gibt es eine individuelle Beratung. „Dasselbe gilt für KiTas, Jugendzentren, Vereine oder Schulen“, so Schneiders. Sie spenden übrigens „automatisch“ 20 Prozent des Einkaufswerts, was nicht „draufgeschlagen“ wird, sondern von der Marge der Beeming Box-Betreiber abgehe. Schneiders: "Wir können nicht von sozialer Verantwortung und sozialem Engagement reden, ohne selbst mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Eine Beeming Box enthält wahlweise Obst und/oder Gemüse oder Frühstück mit Cerealien, Getränke und Aufstriche ausgewählter Biomarken, zusammengestellt von einem zertifizierten Bio-Großhändler. Mit der Frühstücksbox können übrigens zwei Personen bis zu einem Monat auskommen. Die Boxen gibt es in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Inhalten von 15 Euro bis 49 Euro, Versand inklusive. Die Lieferungen werden zunächst einmal die Woche zugestellt.
Bei der Beeming Box-Präsentation wurde zudem deutlich, dass die Stadt Duisburg voll und ganz hinter dem Projekt steht.

Unterstützt werden drei Duisburger Hilfsprojekte


Beigeordneter Dr. Ralf Krumpholz, in der Stadt zuständig für Umwelt, Klimaschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz, hob „unsere volle Rückendeckung für diese tolle Idee“ hervor. Auf die (nicht ganz) ernst gemeinte Frage unserer Redaktion, ob es bei städtischen Empfängen dann auch künftig viele Produkte aus der Beeming Box gäbe, meinte er: „Ich kann mir vieles vorstellen. Schließlich kommt alles ja auch Hilfsprojekten in unserer Stadt zugute.“

Text und Fotos: Reiner Terhorst

Hintergrund
=> Beeming Box ist ein im September 2016 gegründetes Social Food Start-up mit Sitz in Hürth. Das Unternehmen verbindet gesunde Bio-Ernährung dauerhaft mit regionalem sozialen Engagement. Von jeder Bestellung wird ein Anteil von mindestens 10 Prozent an ein lokales Hilfsprojekt abgeführt, das von den Kunden frei gewählt werden kann. Zielsetzung ist es, soziales Engagement genauso selbstverständlich werden zu lassen wie gesunde Ernährung.
=> Social Impact Lab Duisburg ist eine gemeinsame Initiative der Prof. Otto Beisheim Stiftung, der Franz Haniel & Cie. GmbH, der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH. Das Social Impact Lab Duisburg (SIL) soll ein Hotspot für Social Entrepreneurship in der Region werden. Neben weiteren Standorten in Berlin, Potsdam, Leipzig, Hamburg, Frankfurt ist es das einzige Lab für Social Entrepreneurship in NRW.
=> Mit dem Projekt AndersGründer werden Menschen ermutigt und befähigt, ihre Idee zur Lösung eines sozialen Problems in ein nachhaltig wirksames Unternehmen zu überführen. Dabei erhalten sie Unterstützung von dem professionellen Team der Social Impact gGmbH, die in ihren Labs bereits rund 250 Startups mit auf den Weg gebracht hat. Das Programm wird in den Labs in Frankfurt und Duisburg angeboten.
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