Wer hier reinspringt wird aufgespießt! Duisburger Seen werden vom Schrott befreit

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Wer hier reinspringt, wird aufgespießt. Schwimmen ist daher in den Duisburger Seen verboten. WA-Foto: Preuß
 
Schrott und Bauschutt, Eisen und Beton fanden sich in der Tegge. WA-Foto: Preuß
Wer in einen Duisburger See springt, geht ein hohes Risiko ein. Im trüben Wasser lauern unglaubliche Gefahren. Zudem wird 2013 die Zahl der Freibäder reduziert. Bis dahin bleibt viel zu tun, um für die Sicherheit zu sorgen.


Seit 2011 sind die Duisburger Wirtschaftsbetriebe dafür zuständig, die Duisburger Seen und Uferbereiche sauber zuhalten. Und nachdem sich ein Hund an der Tegge verletzt hatte, wird nun emsig gereinigt.

Zurzeit wird in der Tegge in Rheinhausen nach Schrott getaucht – dort, wo im Juni bereits zwei LKW-Ladungen Bauschutt herausgeholt wurden. Demnächst sind die Sechs-Seen-Platte und der Uettelsheimer See im Fokus.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg werden dabei von Teams verschiedener Tauchclubs und der DLRG unterstützt.

„Wir haben die Uferbereiche der Tegge In Rheinhausen abgetaucht und dabei nichts Großartiges mehr gefunden“, erklärt Volker Lange, Sprecher der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Bereits im Juni hat man ganze Lkw-Ladungen Bauschutt aus dem kleinen Toeppersee herausgeholt, nachdem sich ein Hund beim Sprung in den See verletzt hatte.

Dennoch werden erneut die ufernahen Gewässerbereiche nach Gefahrenquellen wie Bauschutt und Eisenträgern abgesucht. Demnächst ist die Sechs-Seen-Platte an der Reihe.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind an der Entschärfung der Gefahrenbereiche interessiert. Wenn es unmöglich erscheint, den Bauschutt, der Tonnen wiegen kann, aus dem See zu entfernen, würde die Gefahrenzone mit befestigten Bojen markiert. Dass das Schwimmen in den Seen verboten ist, darauf weisen die Wirtschaftsbetriebe ausdrücklich hin. Hinweisschilder werden demnächst zusätzlich angebracht.
Ausnahme bilden selbstverständlich die als Schwimmbereiche kenntlich gemachten Zonen, wie etwa an der Wasserskianlage. „Dort ist alles ungefährlich“, so Lange.


Der Bauschutt an der Tegge kam übrigens nicht etwa ins Wasser, weil jemand dort seine Sanierungs-Überreste abgeladen hätte. „Das sind uralte Sachen“, erklärt Lange. „Die waren von Anfang an immer darin.“
In diese „Auskiesungsflächen“ der Seen hätte man früher auch Schutt mit hineingeschmissen. Seit 2011 für die Pflege erst zuständig, kümmern sich nun die Wirtschaftsbetriebe um die Gefahrenquellen.

DLRG warnt
vor Gefahren im „Uetti“


Auf eine besondere Gefahr am Uettelsheimer See weist Dieter Joppa, Vorsitzender der DLRG-Gruppe Homberg, hin.
Am Spielplatz hinter dem Homberger Friedhof sei durch das Aufschütten eines Sandstrandes am Ufer geradezu eine „Einladung“ für Kinder und Jugendliche geschaffen worden, ins Wasser zu gehen. „Wegen der Moniereisen im Wasser ist das Schwimmen dort äußerst gefährlich“, warnt Joppa. Die DLRG habe den Bereich abgetaucht und Fotos vom Bauschutt gemacht (Veröffentlichung folgt!). Und der Seegrund falle steil ab. Zwar sei auch dort das Baden verboten, doch durch Reduzierung von Schwimmangeboten (Einsparungsmaßnahmen der Stadt) könnte sich die Situation an den Seen verschärfen, fürchtet die DLRG. Auf ihr Drängen hin wird auch der „Uetti“ demnächst gereinigt.
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3 Kommentare
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Christian Voigt aus Moers | 19.07.2012 | 01:10  
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