RESG nach 5 Jahren wieder im Halbfinale

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Das jubelnde Siegerteam der RESG Walsum
 
Torschütze Felipe Sturla
 
Choreo des Walsumer Fanclubs "Ultras"
RESG Walsum – RSC Cronenberg 5:4 (2:3)

Der Sieg über Cronenberg war ein hartes Stück Arbeit. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat es die RESG aber geschafft und belohnt sich am Ende mit dem Einzug in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Cronenberg hat den Jungs von Günther Szalek alles abverlangt und zwischenzeitlich sah es schon nach einer Verlängerung aus. Angefeuert von den Walsumer Zuschauern hat es am Ende aber doch gereicht und der Sieg wurde nach Spielende ausgiebig gefeiert. Vor dem Spiel wurde Matthias Langhoff für seinen Einsatz für die RESG geehrt.
Nach der Ehrung kam dann die große Show des Walsumer Fanclubs „Ultras“. Die Ultras haben eine riesige rot – weiß gestreifte Blockfahne über alle 4 Tribünen der Halle Beckersloh hochgezogen. Die Mannschaft schaute nicht schlecht, als die Spieler aus dem Spielertunnel rollten und alle Zuschauer unter der Fahne verdeckt waren. Eine rundum gelungene Aktion; die es so noch nie gab im deutschen Rollhockey. Nach dem die Fahne wieder unten war sahen die Zuschauer eine sehr unterhaltsame Anfangsphase. Beide Teams drängten auf den Führungstreffer, beide Torhüter hatten von Anfang an viel zu tun. Xavier Berruezo nutze in der achten Minute die erste Lücke und traf zum 1:0 für Walsum. Er und sein Landsmann Javier Jimenez bissen die Zähne zusammen und konnten das ganze Spiel ohne weitere Beschwerden durchspielen. 4 Minuten später traf Bernadowitz zum 1:1. In der 20. Minute bekam der RSC einen Penalty zugesprochen, kurios war allerdings nur, dass niemand wusste warum es diesen Penalty gab, außer die Schiedsrichter natürlich, die vieles laufen ließen obwohl Cronenberg schon sehr ruppig zur Sache ging. Walsumer Vergehen wurden allerdings sofort geahndet. Jordi Molet ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte souverän und brachte die Löwen erneut in Führung. Nach einem Cronenberger Fußspiel bekam nun auch die RESG einen Penalty. Felipe Sturla trat an und besorgte in der 21. Spielminute den 2:2 Ausgleich. Das Pausenergebnis wäre für die RESG ideal gewesen, Ex – RESG Spieler Benjamin Nusch hatte aber was dagegen und schoss in der 23. Minute die erneute Führung für die Cronenberger heraus. Mit einem knappen Rückstand ging es also in die Pause. Walsum hatte viele Möglichkeiten in der ersten Halbzeit um davon zu ziehen, ließ aber vieles liegen. Nach der Halbzeit kam Walsum besser aus der Kabine, erhöhte das Tempo und drängte auf den Ausgleich. In der 30. Minute traf Sturla die Latte. Routenier Nuno Rilhas schnappte sich in der 39. Minute die Kugel in der eigenen Hälfte, rannte entschlossen auf das RSC – Tor zu und erzielte mit einem schönen Schuss ins Eck den 3:3 Ausgleichstreffer. Jetzt war richtig Feuer im Spiel, beide Teams wollten um eine mögliche Verlängerung herum kommen und erhöhten nun die Schlagzahl, aber sowohl Wahlen für die RESG, als auch Soriano im Tor des RSC ließen zunächst keine Gegentore mehr zu. In der 41. Minute besorgte Pedro Queiros die viel umjubelte Führung für die RESG Walsum, die zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung ging. In der 44. Minute bekam Cronenberg die Chance auf den Ausgleich, die Walsumer hatten schon das zehnte Teamfoul und Molet versuchte es erneut. Dieses Mal war Wahlen aber zur Stelle und verhinderte eine erneute Führung. Drei Minuten später hatte Cronenberg das zehnte Teamfoul erreicht und Xavier Berruezo (Xevi) wollte mit dem Penalty die Führung heraus spielen, aber auch er scheiterte. In 47. Minute musste Molet mit „blau“ vom Feld nach einem Foul an Pedro Queiros. Anstatt es Sturla nochmal vom Punkt macht, versuchte es Javier Jimenez (Ximi) und scheiterte erneut. Die Zuschauer konnten es nicht fassen, feuerten ihr Team aber weiterhin an. Das Überzahlspiel wurde jetzt aber genutzt und Javier Jimenez schoss die 5:3 Führung heraus. Der Jubel in der Halle kannte keine Grenzen mehr. Mit diesem Treffer bog die RESG auf die Siegesstraße ab. In der 48. Minute bekam Walsum erneut einen direkten Penalty, Sturla versuchte es erneut, hatte aber einmal zu oft angetäuscht und der Penalty wurde abgepfiffen. Es stand noch genau 1. Minute auf der Uhr, da schoss Bernadowitz noch das 5:4. Die letzte Minute sollte also nochmal spannend werden, Soriano wurde aus seinen Kasten geholt und ein weiterer Feldspieler sollte die Offensive der Cronenberger verstärken. Walsum stelle sich jetzt hinten rein und wehrte alle Angriffe erfolgreich ab, fast wäre die Kugel noch im leeren Tor gelandet, Molet konnte aber noch knapp vor dem Tor dazwischen grätschen. Das war es gewesen, Walsum siegte in einem wirklich hochklassigen und überaus spannenden Spiel mit 5:4. Mit einer Humba und einer Welle wurden die Spieler noch gefeiert und die Erleichterung nach dem Einzug ins Halbfinale war bei allen Beteiligten groß. Trainer Günther Szalek war stolz auf sein Team: „Wir haben unser großes Ziel mit dem Halbfinale erreicht. Natürlich war es ein hartes Stück Arbeit, der RSC hat aus seinen Möglichkeiten das Maximum heraus geholt. Unsere Taktik ging aber trotz allem auf, allerdings habe ich eine gewisse Cleverness, bei der einen oder anderen Gelegenheit vermisst, aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr. Die Halle war sehr gut besucht und die Zuschauer hatten ihren Spaß.“
In den Playoffs geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter, nächster Gegner wird die ERG aus Iserlohn sein, die sich souverän gegen Remscheid durchsetzen konnten, im zweiten Halbfinale treffen Herringen und Düsseldorf aufeinander. Am Samstag hat die RESG zunächst Heimrecht, bevor es dann zweimal nach Iserlohn gehen kann. In der Liga gab es zwei souveräne Siege, aber das hat ja in den Playoffs nichts mehr zu sagen. Die Saison geht weiter und alle Fans der RESG dürfen sich auf weitere packende Spiele freuen.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; T. Martins-Antao, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, J. Jimenez, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla

RSC Cronenberg: E. Soriano, L. Geisler; M. Bernadowitz, J. Molet, J. Vester, B. Nusch, K. Riedel, L. Seidler, Ad. Börkei, Aa. Börkei

Schiedsrichter: M. Dowideit / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (8.) X. Berruezo; 1:1 (12.) M. Bernadowitz; 1:2 (20. /Penalty) J. Molet, 2:2 (21./Penalty) F. Sturla; 2:3 (23.) B. Nusch; 3:3 (39.) N. Rilhas; 4:3 P. Queiros; 5:3 (49.) J. Jimenez; 5:4 (49.) M. Bernadowitz.

Zeitstrafen: RESG 0 min – RSC 2 min (J. Molet/47.)

Teamfouls: RESG 11 – RSC 11

Zuschauer: 350

Marcel Faßbender
RESG – Pressestelle
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