Auf alles vorbereitet: Budo-Team Rhein-Ruhr lehrt Selbstverteidigung für alle Altersgruppen

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Kampfsport-Trainer Marcel Beßele: "Man sollte sich nur verteidigen, wenn man unbedingt muss." Marcel Beßeler, Kampfsport-Trainer (Foto: Frank Preuß)
 
Schmerz wird hier nur simuliert. (Foto: Frank Preuß)
Duisburg: Sporthalle der Grundschule am Park | Allein unterwegs in einer dunklen Nacht in einer unbekannten Gegend: Viele Menschen, vor allem Frauen und Ältere, trauen sich dies kaum noch. Wer möchte nicht die Gewissheit haben, sich bei einer möglichen Bedrohung verteidigen zu können?

Beim Verein Budo-Team Rhein-Ruhr wird eine Selbstverteidigungssportart trainiert, die am besten mit dem Jiu Jitsu vergleichbar ist. Der nahe liegende Vorteil dieser Sportart besteht in der Erhöhung des Selbstbewusstseins und der Fähigkeit, sich im Falle eines Angriffs oder einer Belästigung effektiver verteidigen und einen Angriff abwehren oder verhindern zu können.

Es gibt aber noch andere positive Effekte, wie Marcel Beßeler, Leiter der Selbstverteidigungsgruppe, erklärt: "Durch das Training wird die Beweglichkeit in jedem Alter erhöht, die persönliche Konstitution verbessert sich, Gelenkbeschwerden werden durch die Mobilisierung reduziert und die Kontrolle über den eigenen Körper erhöht." Beßeler ist lizenzierter Trainer des Landessportbundes und Danträger in den Kampfsportarten Zìwèishù, Shaolin Kempo und Judo.

Selbstverteidigung lernen, das können sogar schon die Kleinsten. Freitags von 19 bis 20.30 Uhr zum Beispiel übt Beßeler mit einer Gruppe Grundschüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. "Das Training ist geeignet für alle jugendlichen und erwachsenen Personen", sagt der erfahrene Kampfsportler. "Da die Selbstverteidigungstechniken aus einem sehr breiten Spektrum auf die jeweilige Person angepasst werden können, eignet sich das Training auch für diejenigen, die davon überzeugt sind, sie seien zu alt, zu steif oder beides."

Mehr Beweglichkeit, verbesserte Konstitution


Warum die Menschen zu ihm kommen und sich selbst fit machen wollen, darüber kann Marcel Beßeler nur mutmaßen: "Die meisten Teilnehmer machen einfach gerne Sport, erfreuen sich an den anständigen und disziplinierten Mitgliedern und lernen, sich im Ernstfall besser verteidigen zu können." Dass die Nachfrage nach den aufsehenerregenden Vorkommnissen in der Silvesternacht größer geworden wäre, kann er allerdings nicht bestätigen: "Wahrscheinlich sind wir als kleiner Verein schlichtweg unbekannt."

Vereinsmitglieder haben neben der Selbstverteidigungsgruppe die Möglichkeit, am Mittwoch am Karate- oder Kickboxtraining teilzunehmen. Kickboxen wird von 17.30 bis 18.45 Uhr angeboten, von 18.45 bis 20 Uhr wird Shaolin Kempo trainiert. Zurzeit baut der Verein eine zusätzliche Selbstverteidigungsgruppe mit Jugendlichen und Erwachsenen auf.

Kein "Fight Club"


Wer jetzt glaubt, in einen "Fight Club" einzutreten, in dem es einfach nur ums Draufhauen geht, der ist beim Budo-Team auf jeden Fall falsch. "Man sollte sich nur verteidigen, wenn man unbedingt muss", findet Marcel Beßeler.
Wer wisse, dass er dazu in der Lage sei, strahle schon ein viel größeres Selbstvertrauen aus. Vergeltung, Rache oder Machtdemonstrationen sind Begriffe, die hier strikt abgelehnt werden: "Ein vermiedener Kampf hat keinen Verlierer, ein gekämpfter Kampf hat immer mindestens einen Verlierer, manchmal auch zwei." Schmerz wird hier zum Glück nur simuliert.

=> Das Training findet in der Sporthalle der Grundschule am Park, Warbruckstraße 217, statt. Wer vorab Kontakt aufnehmen möchte, kann sich bei Marcel Beßeler unter Tel. 0203 / 94 10 980 (AB) melden.

Text: Susanne Schmengler
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