Es lohnt sich, zu helfen

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Besuch im Edekamarkt Römert, Meiderich

Weihbischof em. Franz Grave im Gespräch mit Jugendlichen der Duisburger Werkkiste

Sie nutzen ihre Chance und benötigen doch dauerhafte Unterstützung und Solidarität: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den berufsvorbereitenden Lehrgängen und der Ausbildung in der Duisburger Werkkiste freuten sich über den Besuch von Weihbischof em. Franz Grave.

Der langjährige Begleiter der Jugendberufshilfeeinrichtung hat sich kurz vor Weihnachten zusammen mit Abt Albert Dölken von der Abtei Hamborn und Pater Thomas Lüke aufgemacht, um Kooperationsbetriebe der Duisburger Werkkiste zu besuchen und ihnen seine Wertschätzung auszudrücken.

In Duisburg – Meiderich traf Franz Grave auf den Auszubildenden Özgür Gül, der im Edeka-Markt Römelt seine Ausbildung zur Verkaufskraft macht. Begleitet wird die Ausbildung durch die Duisburger Werkkiste. Im lebendigen Gespräch mit Betriebsinhaber Klaus Römelt und Özgür Gül wies Weihbischof Grave auf die wichtige Bedeutung der Sprache und den Willen zum nachbarschaftlichen Miteinander bei der Integration in Arbeit und Gesellschaft hin. Hier sieht er wichtige Aufgaben für die Begleitung und Qualifizierung der jungen Menschen.

Nächste Station war der Besuch im Bildungszentrum der ThyssenKrupp Steel Europe in Bruckhausen. In der Ausbildungswerkstatt informierten sich die Besucher über das Projekt „Chance“, das die Duisburger Werkkiste bereits seit 2003 erfolgreich mit ThyssenKrupp zusammen durchführt. Ziel dieser Maßnahme ist es, junge Menschen auf eine Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich vorzubereiten. Mit den Teilnehmenden der Chance Maßnahme und weiteren Auszubildenden, darunter auch ehemaligen „Chanceteilnehmern“, sprach Weihbischof em. Franz Grave über ihre Ausbildungssituati-on und ihre Perspektiven.

Bei einem abschließenden Gespräch in der Duisburger Werkkiste fasste Franz Grave noch einmal seine Eindrücke zusammen. Er freute sich, in den Betrieben engagierte Jugendliche und starke Ausbilderpersönlichkeiten getroffen zu haben. Er verwies auf die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, wo es heißt: … sie hatten keinen Platz in der Herberge. Die Duisburger Werkkiste bietet Jugendlichen einen „Platz in der Herberge“, sie kümmert sich, begleitet, packt sie aber auch nicht „in Watte“ sondern fordert die Jugendlichen.

Es lohnt sich, in Menschen zu investieren, es lohnt sich Talente zu wecken. Im Duisburger Norden ist die Duisburger Werkkiste seit mehr als 30 Jahren als lebendiges Engagement der katholischen Kirche präsent. Der aktuelle Wegfall der Arbeitsgelegenheiten für Jüngere trifft die Einrichtung sehr, berichtet Geschäftsführer Norbert Geier. Denn die Duisburger Werkkiste wird auch weiterhin für diejenigen gebraucht, denen der gerade Weg in Arbeit und Ausbildung nicht möglich ist.

Hier sieht Weihbischof Grave eine klare Anforderung an die Politik. Sie muss die Arbeit wertschätzen und durch Förderung weiterhin sichern. Denn, so Grave: „Es lohnt sich, zu helfen“.
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