„Bis(s) zum nächsten Mal“

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Die Nachwuchs-Schauspieler haben noch ein wenig zu üben, ehe das Stück aufgeführt wird. Fotos: Jörg Terbrüggen

Es sind nur noch knapp zwei Wochen bis zur Premiere und die Proben des Grenztheaters gehen so langsam auf die Zielgerade zu. Bis zum 22. Juni muss alles perfekt sitzen, wenn im TiK im Schlösschen Borghees der Vorhang für die Aufführung fällt.

Seit 2005 arbeiten Judith Hoymann und Sandra Heinzel mit Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Schulformen im Grenztheater. Im Rhythmus von etwa zwei Jahren wechseln die „Schauspieler“. Während die einen gehen, kommen andere hinzu. „Manche bleiben zwei, manche drei Jahre“, bemerkte Judith Hoymann. Nur am bewährten Konzept hat sich in all den Jahren nichts geändert, denn die beiden Frauen vom Fach geben keine Geschichte vor, die entwickelt sich im Laufe der Treffen von ganz alleine.
Themenwünsche werden abgefragt und dann über Improvisationen während der Treffen erarbeitet. „Aus den Stimmungen während dieser Proben entwickelt sich dann das Stück“, so Hoymann. Und da gerade die Twilight-Saga durch die Kinosäle rauf und runter läuft, kam der Titel „Bis(s) zum nächsten Mal“ nicht von ungefähr. Allerdings handelt es sich hier um keinen Vampirstück, bei dem reichlich Blut fließt.

Mit Videosequenzen

Hier geht es vielmehr um Mut, Zivilcourage und Freundschaft. Aus den vielen kleinen Szenen zu Beginn der Proben hat sich dann im Laufe der Zeit ein Drehbuch entwickelt. Hier kann jeder ganz genau sehen, wie sein Part im Stück aussieht und die Schauspieler haben die Möglichkeit, auch zuhause - unabhängig von den anderen - zu proben.
Das Außergewöhnliche an den Stücken ist, dass man immer wieder neue Aspekte mit einbezieht. In diesem Jahr hat man sich dazu entschieden, Videosequenzen einzuspielen. Tim Büscher hat diese rund um das Schlösschen aufgenommen und auch geschnitten. Selbst das Plakat haben die jungen Akteure selbst gestaltet. Dafür zeichnet Robin Kodera verantwortlich.
In dem Stück geht es um eine Reise von Schülern in ein Sprachcamp. Sie alle kennen sich aus der Schule. Fünf Jahre später organisiert einer von ihnen ein Treffen. Dabei deutet sich an, dass damals etwas Schlimmes hätte passieren können. Der Film vom Camp läuft rückwärts bis zum Anfang. Nun erst beginnt das eigentliche Stück. Es geht um die Fahrt zum Camp, bei dem im Bus schon erste Spannungen auftreten. Was so harmlos und fröhlich beginnt, nimmt kurze Zeit später eine dramatische Wendung. Es kristallisiert sich heraus, auf wen man sich verlassen kann und wer wirklich Mut hat.
Die Premiere findet am 22. Juni um 15 Uhr im Schlösschen Borghees statt. Karten kosten vier Euro für Kinder und fünf für Erwachsene. Sie sind telefonisch zu bestellen unter 0 28 22/5 16 39 (Sandra Heinzel) oder 0162/860 16 12 (Judith Hoymann). Einen weiteren Termin gibt es am 26. Juni um 12 Uhr im Stadttheater Emmerich.
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