"Ich bin nicht die Barbara vom Eltenberg"

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Die Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks war am Montag zu Besuch in Emmerich. Foto: Jörg Terbrüggen

Wenn die Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks schon einmal in Emmerich ist, dann nutzen es auch Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Eltenberg“, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Zugeständnisse von der Ministerin gab es allerdings keine.

Dabei hatte, und das ist kein Scherz, der Eltenberg einen Brief an die Ministerin geschrieben. „Liebe Barbara, bitte hilf mir, sonst kommen die Bagger der Bundesbahn und graben meinen Fuß und einen Teil meiner Süd-West-Flanke ab. Bitte sprich und sag, was Sache ist.“ So lautete in Auszügen der Hilferuf des Berges. Natürlich war der Eltenberg auch Teil des Gespräches mit den Vertretern der einzelnen Fraktionen im Rahmen ihres Gemeindebesuchs.
„Natürlich haben wir uns auch über die Betuwe unterhalten. Hierbei ging es vor allem um das Themenfeld Sicherheit und Katstrophenschutz.“ Leider sei es den Bürgern nur schwer zu vermitteln, dass die Bahn 40 Millionen Euro für die Sicherheit entlang der Bahnstrecke nicht zur Verfügung stellen wolle. „Ich halte das für absolut notwendig und werde mich auch dafür einsetzen, dass diese zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Bürger vertrauen ihrer Feuerwehr und glauben, dass sie mit ihren Vorschlägen recht haben.“
Zur Problematik des Eltenberges bemerkte die Ministerin: „Ich hege als Laie große Sympathie für die Gleisbettvariante. Ende des Monats wird das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten vorliegen und der Rat wird sich dann damit noch einmal auseinander setzen. Sollte das Gutachten sich aber gegen eine Gleisbettvariante aussprechen, dann müssen die Politiker auch sagen, ja, so ist es jetzt. Ich bin da sehr gespannt, denn es ist ja eine unendliche Geschichte.“ Wenn der Rat seine abschließende Meinung gebildet habe, sollte er auch keine andere Meinung vertreten. „Ich bin dann auch nicht die Barbara vom Eltenberg und kette mich an die Gleise.“
In Sachen Hafenerweiterung geht es jetzt darum, dass die Rhein Waal Terminal GmbH erst einmal ihre Hausaufgaben machen muss und Pläne für die mögliche Erweiterung vorlegen soll. Betroffen ist hier ein ausgewiesenes FFH Gebiet. „Erst wenn ich die Pläne vorliegen habe kann ich als Ministerin tätig werden und schauen, ob die FFH-Fläche umgewandelt werden kann. Gibt es dazu aber keine Rechtsgrundlage, kann ich auch als Ministerin nichts machen.“
Eine Zusage gab Dr. Barbara Hendricks in Sachen Finanzmittel für den dritten Autobahnanschluss. „Gibt es dafür grünes Licht (Anmerkung der Redaktion: Entscheidung steht bald an) müssen wir schnell zusehen, dass Landesmittel dafür zur Verfügung gestellt werden.“
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