Paukenschlag: Hövelmann tritt aus der CDU aus

Anzeige
Ist aus der CDU ausgetreten: Gabriele Hövelmann (Foto: Privat)

Mittwochabend treffen die vier Bürgermeisterkandidaten im Hotel Wanders bei einer Podiumsdiskussion aufeinander. Gabriele Hövelmann hat dafür gesorgt, dass mitten in diesen bisher eher ruhigen Wahlkampf richtig Zündstoff hinein kommt. Denn die engagierte Politikerin ist aus Enttäuschung aus der CDU ausgetreten.

Im Mittelpunkt steht offensichtlich ein Parteikollege, mit dessen Handlungen sich Gabriele Hövelmann überhaupt nicht mehr einverstanden erklären konnte. „In der Partei geht es drunter und drüber“, erklärte sie auf Nachfrage des Stadt Anzeigers. Immer wieder sei sie von CDU-Wählern, aber auch von Wählern anderer Parteien auf einen Vorfall angesprochen worden, der in Emmerich die Runde machte.
„Doch statt diesen aufzuarbeiten, wurde alles unter den Tisch gekehrt. Ich hatte das Thema angesprochen und wurde seitdem regelrecht gemobbt. Man hat mir scheibchenweise alles weggenommen. Und da fragt man sich doch, mit welchen Leuten hat man da in den letzten 15 Jahren zusammen gearbeitet.“ Ihren Rücktritt hat sie natürlich dem Vorstand der CDU mitgeteilt. Eine Reaktion bekam sie darauf allerdings nicht. Auch dem Landtagsabgeordneten Bergmann und dem CDU Landes-Vorsitzenden Armin Laschet teilte sie ihren Austritt mit den Beweggründen mit.
„So eine Entscheidung treffe ich nicht so einfach. Ich habe mir das lange überlegt. Aber ich kann nur eine Sache ganz oder gar nicht machen. Aber mit dieser Truppe kann ich nicht weiter zusammen arbeiten.“ In einem Brief an die Redaktion teilte Gabriele Hövelmann ihre Beweggründe mit. Wörtlich heißt es dort: „Meine Erziehung, meine politische Ausrichtung ist begründet auf eine Wertevorstellung, die gemeinsames Denken und Handeln beinhaltet. Genau das findet im CDU Stadtverband Emmerich sowie auch in der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Emmerich nicht mehr statt.“ Weiter schreibt sie: „Meine Entscheidung zum Austritt aus der CDU ist nicht etwa mit einer generellen Unzufriedenheit mit der Bundes- oder Landes CDU zu erklären, ganz im Gegenteil, sondern sie ist allein begründet durch den inneren Zustand der Emmericher CDU.“
Sie habe sich niemals zu den offensichtlich allseits bekannten Gerüchten geäußert, obwohl sie wusste, dass es sich nicht nur um Gerüchte, sondern um belegbare Fakten handele. Sie beklagt den Umgang mit den Fakten. Wörtlich schreibt sie: „Anstatt reinen Tisch zu machen und notwendige Konsequenzen zu ziehen ist bis heute versucht worden, alles unter den Teppich zu kehren und zu schweigen. Mit meinem Verständnis von politischer Kultur einer christlichen Partei ist diese Haltung nicht länger vereinbar.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.