Punk meets Klassik: Das war Essen.Original

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Essen.Original.2013 / Fotos: Sara Holz

Die Punks, die am Sonntagnachmittag neben der großen Bühne am Kennedyplatz sitzen und nach kleinen Spenden-Talern fragen, haben in ihrem Leben bisher noch kein klassisches Konzert besucht.

Aber eben auch das ist Essen.Original: Hier prallen auf wenigen Straßenzügen die verschiedensten Klänge und Kulturen, die unterschiedlichsten Typen und Generationen aufeinander. Am Freitag Schlager, am Samstag rockender Nachwuchs und am Sonntag eben die klassischen Orchester - das geht beim Stadtfestival, und zwar auf engstem Raum und an nur wenigen Tagen. Links und rechts von den Laufwegen bleibt sogar noch Platz für Kleinkunst, Straßenmusiker und Fressstände jeglicher Art. Und wer sich vom Kennedyplatz bis zum Viehofer durchgeschlagen hat, bekommt mit dem integrierten Turock Open Air noch mal eine richtig laute Dröhnung auf die Ohren, denn hier sind harter Rock und Metal angesagt.

Spätestens das dürfte für das Kennedy-Sitzpublikum dann doch eine Nummer zuviel gewesen sein. Vielleicht ist dieser krasse Kontrast dann auch der Grund gewesen, warum der Sonntag nicht mehr ganz so gut besucht war wie die übrigen Tage. Grundsätzlich aber hatten alle Besucher, zumindest solang es nicht geregnet hat, wieder überall Spaß und konnten allerhand Eindrücke mitnehmen. Man darf gespannt sein, mit welchem Konzept die 2014er-Ausgabe sich präsentiert, nachdem jüngst zum Beispiel der Comedy-Teil aussortiert worden ist. Vielleicht, denn das wünschen sich viele, reicht ja das Geld, um wenigstens mal einen ganz großen richtig echten möglichst szeneübergreifenden Star auf die Essener Bühne zu locken, denn so einer fehlte ganz sicher in diesem Jahr.
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 22.09.2013 | 08:27  
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