Harald Thews übernimmt Dellwiger Sparkassen-Filiale

Anzeige
Der „alte“ Geschäftsstellenleiter Heiner Oberste-Brandenburg (l.) mit Regionaldirektorin Martina Naujoks (M.) und dem neuen Mann, Harald Thews, welcher aus Vogelheim nach Dellwig gewechselt ist. Foto: Winkler

Harald Thews reist gern in den Süden. Beruflich hat es ihn dagegen eher gen Westen gezogen. „Rund fünf Minuten mit dem Auto von Vogelheim nach Dellwig“ scherzt er. Dort führt er seit Kurzem die Sparkassen-Filiale. Und hat damit Heiner Oberste-Brandenburg abgelöst.

Vom ersten Eindruck her könnten die beiden Männer nicht unterschiedlicher sein.
Oberste-Brandenburg ist mit den Mitarbeitern und Kunden, die zu seiner offiziellen Verabschiedung aufgeschlagen sind, wärmstens vertraut, heimst anerkennende Schulterklopfer und beste Zukunftswünsche ein, plaudert frei aus dem Bauch heraus. Sechseinhalb Jahre sei in Dellwig (und Gerschede) immer was los gewesen, viele persönliche Gespräche, massenhaft Telefonate, Spendenaktionen und vieles mehr, kurzum mächtig „Ramba Zamba“. Mit seinem Team, welchem er bereits im Juni den Rücken kehrte, hat er auch noch mal ordentlich Abschied gefeiert. Seine ehemalige Chefin, Regionaldirektorin Martina Naujoks, weiß genau, „der war hier mit Leib und Seele vor Ort“. Und auch Ulrich Schulte-Wieschen, Vorsitzender der AWO Dellwig, lobt sein reges Einbringen in das Stadtteilleben, „er ist von sich aus auf die Menschen zugegangen und seine Tür stand jederzeit für ein Gespräch offen“, das sei keinesfalls selbstverständlich gewesen. „Einer, der immer an Bord war.“ Da habe es auch schon andere Zeiten gegeben. Ein großes Erbe also, welches Harald Thews zu übernehmen wagt.
Der „Neue“, obwohl schon seit September im Einsatz, wirkt noch zurückhaltend, gar unsicher, sammelt eifrig Namen und schüttelt fleißig Hände. Seinen vorbereiteten Werdegang liest er ab, gibt wenig Persönliches preis. 49 Jahre ist er alt, seit 1979 bei der Sparkasse, angefangen von ganz unten, als Auszubildender. Zum Sparkassenbetriebswirt hat er sich weitergebildet, war Kundenberater in diversen Geschäftssstellen, zuletzt Leiter in Vogelheim. Die Grundsätze des Unternehmens hat er sich auf die Fahne geschrieben: Kundenzufriedenheit sei oberstes Gebot, möglichst alle Wünsche zu erfüllen, fair zu beraten und maßgeschneiderte Lösungen zu finden. Gelöst nach der Ansprache und zuletzt doch mit einem Lächeln auf dem Lippen kann er nach seinen ersten drei Monaten bereits ein positives Fazit ziehen: „Hier stimmt einfach alles!“.
Sein Herz endgültig erobern werden wohl spätestens die Kinder, welche zum Weltspartag mit leuchtenden Augen in die Filiale einströmen, um beim jährlichen Kasperletheater dabei zu sein - hier bereits eine kleine Tradition. Bis dato und vielleicht darüber hinaus hat Thews aber noch „einen kleinen Marathon vor sich“, wie Klaus-Dieter Pfahl, Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsverein Essen-Dellwig/Gerschede 1910 e.V., augenzwinckernd verspricht. Die Menschen vor Ort werden es ihm leicht machen, solange er an ihnen interessiert bleibt und, wie sein Vorgänger, es sich nicht nehmen lässt, regelmäßig hier und dort einfach mal „Tach“ zu sagen.
Oberste Brandenburg dagegen dankt mit einem einfachen „Tschüss“ und feinstem Essig und Öl im Gepäck - ein passendes Abschiedsgeschenk für den Genussmenschen - für die gute Zeit. Als stellvertretender Personalratsvorsitzender der Sparkasse Essen wird er die Interessen der Mitarbeiter vertreten und zum Beispiel bei der Auswahl der zukünftigen Azubis mitwirken. An die neue Ruhe im Büro müsse er sich erst noch gewöhnen, doch weiß er nach den ersten Monaten schon, „ich habe alles richtig gemacht“. So sind am Ende mit dem Stabwechsel an der Donnerstraße auch alle Beteiligten zufrieden. Und können sich nun ihren neuen Aufgaben widmen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.