Körbe, Obst und Likör auf dem 13. Schönebecker Bauernmarkt

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Schönebecker Dorfwiese, Bauernmarkt Am Stand des Hotels Fürstenberg gab es frisch gebratene Champignons. Kim beim Pilze Putzen.
 
Schönebecker Dorfwiese, Bauernmarkt Obst & Gemüse Frischepartner

Vor dreizehn Jahren entstand beim gemütlichen Zusammensitzen in einer Schönebecker Kneipe die Idee. Jetzt am ersten Oktoberwochenende lud der Bauernmarkt auf der Schönebecker Dorfwiese das dreizehnte Mal zum Bummeln, Informieren und Probieren der zahlreichen Köstlichkeiten ein.

Von Doris Brändlein

„Wir haben damals mit fünf Ständen angefangen, mussten jetzt aber schon bremsen, die Anmeldungen überstiegen bei Weitem unser Platzangebot“ erzählt Harald Häde, 1. Vorsitzender des Schönebecker Bürger- und Verkehrsvereins, der mit seinem Organisationsteam auch in diesem Jahr wieder für eine bunte und abwechslungsreiche Mischung an Marktständen verantwortlich zeichnet.

So waren dieses Jahr 30 Händler mit einem Stand auf dem Bauernmarkt vertreten – langjährige, wie Imker, Korbflechter, Scherenschleifer und Anbieter von u. a. Fisch-, Käse-, Fleisch-, Trockenobst- und Kuchenspezialitäten, aber auch neue, wie Gabriele Gimpel mit ihren handgemachten Naturseifen.

Vor drei Jahren, bei einem Urlaub in Wien, führte ihre Nase sie in ein Geschäft mit selbst hergestellten Seifen und von da an „hatte sich der Gedanke festgesetzt. Ich wollte Seife machen und fing damals an, mich intensiv mit der Seifenherstellung zu beschäftigen“. Obwohl am Anfang nur Ölklumpen dabei herauskamen, ließ sie sich nicht entmutigen und wenn man jetzt ihr Angebot an dekorativen, hautfreundlichen Seifen sieht, hat sich die Mühe gelohnt. „Ich verkaufe meine Seifen auf Handwerkermärkten und in einigen Läden in Werden und die Nachfrage steigt“ berichtet sie stolz.

Eine Weltpremiere konnten die zahlreichen Besucher des Marktes am Sonntag miterleben. Am Stand des Borbecker Schloßtropfens von Fritz Brüggemann gab es 'SchokoLoco', den ersten lactosefreien Schokoladen-Likör in der wiederverschließbaren Sektflasche, zu verkosten und natürlich auch zu erwerben. Leonie Wannenmacher probiert und ist angetan:
„das schmeckt wie eine Mischung aus Eierlikör mit Schokolade, es hat etwas angenehm Herbes, man schmeckt die dunkle belgische Schokolade“.

Wannenmacher, „nicht so der Likörfan“ kann sich aber gut vorstellen, SchokoLoco als Topping für Süßspeisen oder als Finishing für Saucen zu verwenden.
Die Auswahl an köstlichen Leckereien ist so vielfältig, dass es manchem Besucher schwerfällt, sich zu entscheiden – süß, sauer, herzhaft oder doch lieber gesundes Trockenobst?

Auch am Stand der Schwerter Senfmühle fällt die Wahl schwer. Neunzehn Sorten – von Chili-Senf bis Pflaumen-Senf laden zum Probieren ein. Der Unterschied zu industriell hergestelltem Senf ist das Kaltmahlverfahren, bei dem die Senfkörner durch langsames Mahlen mit Granitsteinen zerkleinert werden und ihren Gehalt an ätherischen Ölen behalten, „deshalb die besondere Qualität“, wie ein Mitarbeiter der Mühle informiert.

Nicht nur für die Erwachsenen war gesorgt am Sonntag, auch für die Kleinen gab es einiges zu erfahren, so zum Beispiel in der rollenden Waldschule, wo Heinz Lappe viel über heimische Tierarten zu erzählen wusste.

Auch die neun Ponys von Bauer Brömse standen für die Kids bereit und luden zu einem Ritt über die Wiese ein. „Heute haben wir wegen des schlechten Wetters einmal selbst die Gelegenheit, alles durchzuprobieren und für die Ponys ist es eher wie Urlaub“ schmunzelt Brigitta Brömse, „dafür hat es der Wettergott in den letzten Jahren immer gut mit uns gemeint“.

Die vielen Besucher des Bauernmarktes ließen sich dann auch von dem eher kühlen Wetter nicht abschrecken und die Stimmung war bestens, wozu die Ruhrkrainer mit ihrer zünftigen Blasmusik beigetragen haben.

Fotos: Debus-Gohl
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