Borbeck historisch

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Historische Führung durch Borbeck mit Andreas Koerner. Am Brunnen "Borbecker Halblang" begann Andreas Koerner den historischen Rundgang. Foto: Debus-Gohl
 
Historische Führung durch Borbeck mit Andreas Koerner. Am Brunnen "Borbecker Halblang" begann Andreas Koerner den historischen Rundgang. Foto: Debus-Gohl
Im Rahmen des Sommerprogramms des Essener Kreisverbandes der CDU hatte der Ortsverband Bedingrade zu einem historischen Rundgang durch Borbeck eingeladen. 55 kulturhistorisch Interessierte waren dabei.

Am Treffpunkt, dem 1983 im Rahmen der Sanierung von Borbeck-Mitte eingeweihten Brunnen „Borbecker Halblang“ des Bildhauers Franz-Josef Kampmann, begrüßte Jessica Roth, 1. Vorsitzende des Ortsverbandes, die Teilnehmer und übergab dann an Andreas Körner, Vorstandsmitglied des Kultur-Historischen Vereins Borbeck, der zur interessanten Geschichte des 1915 in die kreisfreie Stadt Essen eingemeindeten Stadtteils zahlreiche Informationen bereit hielt.

Stolpersteine


Über 9000 Stolpersteine wurden bis jetzt in 186 Städten in Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden verlegt, fünfzig davon in Essen.
Mit seinem Projekt will der Berliner Künstler Gunter Demnig an das Schicksal der Menschen erinnern, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Über drei der 10x10 cm großen Messingtafeln geht man auch auf dem Neuen Markt und eine Gedenktafel des Kultur-Historischen macht auf sie aufmerksam.
Das in der Rechtstraße 5 zu bestaunende, 1910 von der Handwerkerbank in Auftrag gegebene Haus mit seinen Mosaiken ist der nächste sehenswerte Haltepunkt. Die auffällige Fassade – achtundzwanzig Mosaiktafeln zeigen symbolisch die verschiedenen Gewerke, wie Bäcker, Frisör, Schuhmacher, Schneider, Schreiner, Uhrmacher - steht unter Denkmalschutz.
Christian Klöppner, stellvertretender Schatzmeister des CDU-Ortsverbandes stellt dann auch begeistert fest: „Meiner Meinung nach kann politische Bildung nie ohne den kulturhistorischen Bezug funktionieren und so ist dies eine wunderbare Gelegenheit, die historischen Hintergründe zu erfahren und Erkenntnisse für die Gegenwart abzuleiten. Auch regt die Führung dazu an, bewusster auf das Vertraute zu schauen“.
Das „Heiligenhäuschen“ an der Germaniastraße, 1865 von der Familie Leimgardt erbaut und der Pfarrgemeinde St. Dionysius übertragen, wird zu Prozessionen feierlich geschmückt.

Zeche Wolfsbank


Vorbei an der Gedenktafel für die Zeche Wolfsbank, dem Don Bosco Gymnasium und der Villa Vosskühler, gelangte man zum Germaniadenkmal.
„Am 30. September 1876 versammelten sich siebzehn Herren im „Locale der Witwe Dr. Werther“. Eingeladen hatte der Direktor der Eisenhütte Phönix Friedrich Lange, der gleichzeitig ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde Borbeck war. Anlass der Versammlung: Die Errichtung eines Kriegerdenkmals für die in den Jahren 1864, 1866 und 1870 gefallenen Soldaten. Friedrich Lange legte dies den Anwesenden „als eine Pflicht der Dankbarkeit ans Herz“.
„Bis jetzt war mir das historische Borbeck nur aus der Borbecker Chronik und den Wördehoff-Beiträgen bekannt und ich finde es interessant, das noch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen“, berichtet Klaus Diekmann, CDU-Ratsherr für Bedingrade/Schönebeck.
Nach dem Rundgang stand eine Besichtigung des Sudhauses der Dampfe auf dem Plan, und anschließend konnten die Teilnehmer den Nachmittag ausklingen lassen.

Doris Brändlein
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