Kleine Köche zaubern Apfelschnee im Zug um Zug

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Leana und Marleen und servieren Apfelschnee mit Sahne und Liebesperlen. Fotos (2): Brändlein

„Wie wird Pizza gemacht?“ Bei dieser Frage kommen die Antworten der Kinder sofort: Zuerst wird der Teig geknetet, dann kommt Tomatensauce drauf und als Belag das, was man gerne mag.

Die 20 Kinder, die in den vergangenen zwei Wochen am Back- und Koch-Kids Projekt des Vereins Zug um Zug e.V. im Bahnhof Borbeck teilgenommen hatten, kennen sich aus. Beim dritten Treffen bekamen sie es aber mit einer ganz schön kniffeligen Aufgabe zu tun. Sollten sie doch ein komplettes Menü kochen – und das weitesgehend in Eigenregie.
Jetzt ging es also darum, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Beim ersten Treffen erfuhren die Kids, was so alles in den Lebens- und Genussmitteln, die sie zu sich nehmen, drin ist. Dass beispielsweise in der Fanta noch mehr Zucker als in der beliebten braunen Brause ist, war für viele eine Überraschung.
Nachdem Smoothies kreiert, Obstsalat geschnipselt, Apfelmus gekocht, Waffeln gebacken und frischer Orangensaft gepresst wurde, stellten viele Kinder fest: „Das schmeckt ja ganz anders als sonst“.
Das Highlight beim zweiten Treffen war die Besichtigung der Backstube der Bäckerei Peter. Und da war auch Arbeit angesagt. Von der Herstellung des Teiges über das Formen und Verzieren ihrer eigenen Brotlaibe bis zum Backen der Kreationen im Großraumofen durften die Kids alles selber machen und ihre Kunstwerke stolz mit nach Hause nehmen.
Beim dritten Treffen galt es nun, ein Drei-Gänge-Menü auf die Beine zu stellen und die Kids waren begeistert dabei. Da wurden für die Vorspeise Zucchini gewaschen und in der Pfanne gebraten, Paprika, Gurke und Champignons geschnitten und dann abwechselnd mit Cocktailtomaten auf Holzspieße gesteckt. Bei der Zubereitung des Joghurt-Dips mit Minze, Zitronensaft und Zwiebeln, war das Zwiebelschneiden die undankbarste Aufgabe, die jedoch bravourös gemeistert wurde.
"Jedem Kind seine eigene Pizza" war das Motto des Hauptgangs und nach dem mehr oder weniger kunstfertigen Ausrollen des Teiges waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Thunfisch, Salami, Champignons, Paprika, geriebener Käse – die jeweilige Lieblingspizza war schnell fertig und bereit für den Ofen.
Und der Nachtisch durfte natürlich auch nicht fehlen: Apfelschnee mit Sahne und Liebesperlen verziert rundete das Menü ab.
Dank der Unterstützung von sechs Ehrenamtlern konnten auch die Fragen der kleinen Köche, wie „Muss ich die Paprika noch kleiner schneiden?“, „Jetzt habe ich den Thunfisch auf meiner Pizza vergessen, kann der noch oben drauf?“, oder „Wie viele Zwiebeln muss ich denn noch schneiden?“, schnell geklärt werden.
Und dann war es soweit, das Drei-Gänge-Menü war fertig! Alle setzten sich an die festlich gedeckten Tische und ließen es sich schmecken.
Reste gab es keine und alle waren sich einig: Selbst gekochtes Essen schmeckt eben doch am besten.

Text: Doris Brändlein
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