Slot Car Club Rhein Ruhr: Mitglieder begeistern sich für kleine Flitzer

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Benzingespräche am Rand der Rennstrecke. Auch die gehören für die Mitglieder des Slot Car Clubs unbedingt mit dazu. (v.l.) Thomas Pitz, Nico, Wolfgang Müller und Dirk Bockholt. Fotos (3): cHER
 
Wolfgang Müller (l.) und Thomas Pitz sind nahezu jeden Mittwoch mit dabei bei den Clubtagen im Vereinsheim an der Bocholder Straße. Seit 13 Jahren haben die Slot Car-Fans in der ehemaligen Gaststätte ihr Domizil.

Das Feuer für die kleinen Rennwagen brennt schon lange in ihm. Dirk Bockholt, Mitbegründer des Slot Car Club Rhein Ruhr, war schon als Kind begeistert von schnellen Runden und rasanten Rennen auf seiner Carrera-Bahn. Die Strecke, auf der er seine Boliden heute fahren lässt, ist deutlich länger. Insgesamt 38 Meter misst ist die sechsspurige Bahn, die die Slot Car-Fans in ihren Clubräumen an der Bocholder Straße 42 nutzen können.

Rennstreckenatmosphäre im Minaturformat. Mit Bandenwerbung, Boxengasse und Streckenposten. Letztgenannte haben Originalgröße. An den Renntagen sind sie unverzichtbar, müssen sie doch die rasanten Flitzer wieder in die Spur setzen, sollte der Fahrer vom Kommandoleitstand die Kurve ein wenig zu rasant genommen haben.

Bis zu 30 Stundenkilometer schnell


Bis zu 30 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit können die Boliden auf der Strecke hinlegen. Möglich macht dies die lange Gerade der selbstkonstruierten Piste. Mehr als 5.000 Euro stecken alleine in den Schienen. Die Stunden, die die Clubmitglieder investiert haben, um die realistische Pistenlandschaft mit Beleuchtung, Grünflächen und einer Seilbahn, die hoch über dem Rennareal hinweg schwebt, zu arrangieren, sind kaum mehr zu zählen.
Jeden Mittwoch treffen sich die Slot Car-Freunde in ihren Clubräumen. Dann wird gebastelt, gefachsimpelt und an neuen Rennserien getüftelt. Die nächste startet am Mittwoch, 3. Mai. "All cars slot it" ist der Renntag überschrieben. "Zugelassen", erklärt Organisator Wolfgang Müller, "sind ausschließlich Autos, die sich noch im Original-Zustand befinden." An Motor, Reifen oder Gewicht darf nichts verändert worden sein.

Jedes Auto kommt auf die Waage


Das Reglement wird strikt eingehalten. "Vor dem Start wird jedes einzelne Auto gecheckt und muss auf die Waage", weiß Dirk Bockholt.
Ein spezielles Computerprogramm und modernste Technik abseits der Strecke machen es möglich, die gefahrenen Rundenzeiten genau zu erfassen. "Die Platzierung lässt sich auf den Computerbildschirmen ablesen", macht Bockholt auf eine weitere technische Besonderheit aufmerksam: oder eben an der Wand unmittelbar gegenüber dem Kommandostand. Mit Hilfe eines Beamers werden die Ergebnisse dort projiziert.
Aktuell zählt der im Juni 2002 gegründete Club zehn Mitglieder, darunter vier Jugendliche. Der 16-jährige Nico ist einer von ihnen. Seit 2011 ist er mit dabei. "Ich kannte den Dirk, der hat mich damals einfach mal mitgenommen", erinnert er sich. Der Slot Car-Virus ist damals direkt auf den 10-Jährigen übergesprungen. "Nico ist inzwischen ein richtig guter Fahrer", gibt es Lob von den Erwachsenen. Keine leere Sprüche. Der 16-Jährige hat bereits Taten sprechen lassen. "Eine Rennserie habe ich schon gewinnen können", berichtet er stolz.

Siegerehrung ohne Champagnerdusche


Auch für den 3. Mai ist er bereits gemeldet, dann startet er den Versuch, Sieg Nummer zwei einzufahren. Allein schon für die Siegerehrung lohnt sich das. Wie im großen Formel-1-Zirkus haben die Borbecker Slot Car-Fans ein Siegerpodest in ihren Clubräumen. "Das bauen wir dann für die Siegerehrung auf", berichtet Dirk Bockholt. Nur die Champagner-Dusche am Ende der Zeremonie fehlt.
Über Verstärkung an ihren Clubtagen würden sich Dirk Bockholt und seine Mitstreiter freuen. Kontakt gibt´s übers Internet unter www.scc-ruhr.de. "Oder ihr schaut einfach mal mittwochs unverbindlich bei uns rein", rührt Bockhold die Werbetrommel. Ganz billig ist das Hobby der Truppe nicht. "Aber wir versuchen, die Clubkasse mit Aktionen auszubessern." So werden regelmäßig Kindergeburtstage ausgerichtet, auch Weihnachtsfeiern oder Junggesellenabschiede wurden bereits an der Rennstrecke gefeiert.
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