Baldeneysee: Wasser wird abgelassen

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Der Baldeneysee unter Beteiligung der Stadt Essen 1931-32 erbaut, bedeckt eine Fläche von 264 Hektar und enthält rund 7,6 Millionen Kubikmeter Wasser. Im März 1933 waren die Arbeiten soweit abgeschlossen, dass mit dem Probestau begonnen werden konnte. Im Mai nahm das Kraftwerk des Stauwehres die Stromproduktion auf und ab Juni fuhren die ersten Boote der Weißen Flotte. (Foto: Stadtbildstelle Essen)

Rund ein Viertel des Stauvolumens verliert der Baldeneysee während der Absenkung. „Grob geschätzt lassen wir rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser ab.“ Das erklärte Michael Kuk, Betriebsgruppenleiter des Ruhrverbandes.

Die Absenkung beginnt am Montag, 24. November.Grund für das Ablassen des Wassers sind „Vernässungen“ im Poldergebiet „Schloss Baldeney“, erläutert Kuk.
„Nach Regenfällen bilden sich auf einigen kleineren Gebieten immer wieder Pfützen, die nicht ablaufen.“ Auch direkt am Deichfuß sei das Phänomen zu beobachten. „Nein, an der Drainage liegt es nicht. Die haben wir mit Kameras bereits überprüft.“


Deich erhöhen

Ein Grund für die Überprüfung sei die mögliche Erhöhung eines Deiches. „Die entsprechenden DIN-Normen haben sich geändert“, sagt Kuk. Betroffen wäre vor allem der Bereich zwischen Strandbad Seaside Beach und den drei Clubs in Richtung Oberwasser. „Doch bevor wir die 200 Meter lange Strecke anfassen, wollen wir natürlich wissen, woher das Wasser am Deichfuß stammt.“
Kuk rechnet nicht damit, dass durch die Absenkung Uferböschungen wegbrechen. „Offen ist, ob wir nach der Absenkung mögliche Schlammfelder absperren“, sagt Kuk. Das werde kurzfristig entschieden.
„Rund vier Tage dauert das Ablassen. Wir nehmen uns bewusst Zeit. Damit geben wir den ‚Bewohner‘ des Sees ausreichend Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen.“ Pro Stunde werde ein Zentimeter abgelassen.
„Alle Wassersporttreibenden bitten wir, Boote und Steganlagen rechtzeitig zu sichern.“


Suche nach Wasser


Am Donnerstag, 27. November, sei die Absenkung vollzogen. „Dann beginnen wir mit der Begutachtung von der Wasserseite. Unser Ziel ist, zu klären, warum die Vernässungen entstehen und woher das Wasser dafür stammt.“
Es ist die bislang größte Absenkung seit Bestehen des Sees. Die Wiederaufstauung beginne am 15. Dezember, kündigte Kuk an. Rund drei Tage dauere es, bis der Normalpegel von 51,75 Metern über Normal Null erreicht sei.
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