Großer Pokal-Kampf

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Marco Brings tat sich in vorderster Spitze schwer gegen die kantige Speldorfer Abwehr. Foto: Bangert
 
Mintards neuer Trainer Fabian Holzmann sah einen großen Pokal-Kampf seiner Mannschaft. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Ersatzgeschwächte Mintarder verpassen beim 1:2 gegen Speldorf den durchaus möglichen Sieg


Stark ersatzgeschwächt mussten die Mintarder in der ersten Runde des Niederrheinpokals in den Wettbewerb einsteigen. Unterm Strich blieb nur die eine Frage: „Was wäre in Bestbesetzung möglich gewesen?"

Nach dem Gewinn des Essener Kreispokals durfte das Team der Auslosung des Niederrheinpokals entgegen fiebern. Es wurde ein Lokalderby mit dem Mülheimer Landesligisten VfB Speldorf. Ganz Mintard frohlockte: „Ein Traumlos für uns. So können wir zuhause antreten, müssen nicht wie vor zwei Jahren gegen den Wuppertaler SV das Heimrecht aufgeben.“ Das Wetter passte auch, Sonne satt lockte an die 300 Zuschauer in die Mintarder Aue. Neu-Trainer Fabian Holzmann hatte die Favoritenrolle allerdings weit von seinem Team geschoben, immerhin musste der Übungsleiter mit Jannis Grube, Niko Krause und Mathias Lierhaus auf gleich drei Offensivkräfte verzichten. Auch Julian Piontek fehlte, dazu konnten etliche Verletzte nicht auflaufen. Trotz der Ausfälle sollte der Schwung aus der gut gelaufenen Vorbereitung mitgenommen und der klassenhöhere Gegner geärgert werden.

Zögerliche Konterversuche

Der Landesligist begann mutig, Mintard startete zögerliche Konterversuche, nach Eckstoß von Youngster Silas Baffour verpasste Patrick Füllhas den Kopfball nur knapp. Speldorf tat sich schwer, gezielt ins Angriffsdrittel zu kommen, lief entweder ins Abseits oder die Innenverteidiger Füllhas und Lucas Kwiatkowski fischten alle Flanken weg. Kwiatkowski hatte allerdings Glück, dass seine ungestüme Grätsche nicht geahndet wurde. Speldorf kam der Führung immer näher: Eine Flanke wurde noch soeben von der Linie gekratzt, dann klatschte das Leder an den Mintarder Pfosten. Spätestens als eine Gästestürmer alleine auf Keeper Dominic Haas zulief, schien der Kuchen gegessen, doch das Leder rollte am Tor vorbei. Leichtfertig wurde ein eroberter Ball wieder hergegeben, jetzt ging es schnell. Zu schnell für die DJK-Defensive, die in Unterzahl zusehen musste, wie das Leder unter die Querlatte einschlug. Nun tat sich wenig, Mintard war nach dem 0:1 auf Ruhe im Aufbauspiel bedacht, die Gäste schaukelten die Führung bis zur Pause über die Runden.

Dunkle Wolken

Zur Halbzeit zogen dunkle Wolken heran und die bisher eher verhalten auftretenden Gastgeber andere Saiten auf. Lukas Grötecke rutschte eine Position nach hinten, da Max Stundner Linksverteidiger Robin Götze ersetzte. Die Bemühungen um mehr Offensivschwung wurden belohnt, aus dem nicht mehr ganz so heiteren Himmel fiel das Tor. Nach einer Ecke von Silas Baffour sprang Pascal Eichholz am Höchsten und versenkte den Ball zum 1:1 im Speldorfer Kasten. Nach diesem doch ein wenig überraschenden Ausgleich schien der Favorit angeschlagen, agierte fahrig, ließ den Mintarder Kontern viel zu viel Raum. Fast hätte die DJK dies bestraft! Abdel Elouriachi eilte auf und davon, suchte frei vorm Torwart jedoch einen Mitspieler, statt selbst abzuschließen. Vorbei die große Chance. Nicht nur Coach Fabian Holzmann dachte sich: „Das hätte das 2:1 sein müssen!“
Nach einer Stunde wurde ein weiter Ball in die Mitte abgelegt, wüstes Gestochere endete mit dem 2:1 für die Gäste, Torhüter Haas hatte keine Abwehrmöglichkeit. Darius Kretschmann ersetzte jetzt Lukas Grötecke, Oktay Cinar rückte dafür in den Sturm auf, wo Marco Brings zu oft auf verlorenem Posten gestanden hatte. Doch den Platzherren fehlten nun die entscheidenden Körner, um noch den Ausgleich erreichen zu können. Die Mintarder hatten nichts mehr zuzusetzen und Speldorf konnte jubeln.

Eine Wundertüte

Nun können sich Trainer Fabian Holzmann und seine Spieler ganz auf die Bezirksliga-Saison konzentrieren. Zum Auftakt kommt mit Adler Union Frintrop eine Wundertüte in die Aue. Schwer auszurechen mit erstaunlichen Schwankungen, so präsentierte sich das Team aus dem Essener Westen in der letzten Spielzeit. Mintard ist gegen die stark verjüngten Gäste klarer Favorit und könnte mit einem Sieg weiteres Selbstvertrauen für eine erfolgreiche Spielzeit tanken.
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