Mit Spaß dabei

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Selbst in der Spielpause gibt es für die Nachwuchskicker noch wertvolle Tipps vom Trainer Moritz Lepartz. Foto: Bangert
Essen: Kettwig-Kurier |

Beim Feriencamp des FSV Kettwig konnten wieder über 40 Kindern nach Herzenslust kicken


Frank Kuhlmann lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Geduldig füllt er die schicken Urkunden des Deutschen Fußballbundes aus. Seine Schützlinge haben nämlich teilgenommen am Fußball-Abzeichen. Die Älteren haben das DFB-Abzeichen bewältigt, die Jüngeren das so genannte „Schnupperabzeichen“.



Durch anspruchsvolle Stationen wie „Elfmeterkönig“ oder „Flankengeber“ wird die Geschicklichkeit der Kinder herausgefordert, da muss so oft wie möglich gepasst werden, dort geköpft, hier möchte ein kniffliger Slalomparcours bewältigt werden. Am Abschlusstag können die Eltern dann bestaunen, was ihre Kinder so drauf haben. Nach fünf Tagen „Fußball total“ gibt es nämlich beim gemeinsamen Grillen Urkunden und offizielle DFB-Anstecker. Da darf kind sich feiern lassen, die tolle sportliche Leistung soll ja auch belohnt werden. Aber das A und O der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht Kuhlmann flott über die Lippen: „Der Spaß steht im Vordergrund.“ Denn das Trainerteam weiß, was Kinderherzen wünschen. Kein Wunder, sind die meisten der Betreuer noch gar nicht dem Jugendalter entwachsen, zum Beispiel waren die vier „Assistenten“ Janis, Leonard, Linus und Luca unlängst selbst noch Teilnehmer der Ferienfreizeit.

Trainernachwuchs

Der FSV Kettwig führt sein Feriencamp durch, 41 Kinder nehmen teil und sind mit Feuereifer bei der Sache. Frank Kuhlmann trainiert in Kettwig die C-Junioren, weiß, wie wichtig Motivation ist und wie man sie hochhält: „Wir verpacken vielfältige Inhalte in Spielformen. Zum Beispiel haben wir das beliebte Spiel ‚Fußball-Brennball‘ gespielt, da waren alle mit viel Engagement dabei. Die hier drin versteckten koordinativen Elemente helfen, den gesamten Bewegungsapparat zu schulen und nicht nur einseitig zu bewegen!“ Der Mann versteht sein Handwerk, soviel ist klar. Sein großes Ziel ist es, den Trainernachwuchs zu fördern. Gemeinsam mit den Junior-Coaches Basti, David, Jannis, Moritz, Niklas und Tobi sorgt er dafür, dass die Kettwiger Nachwuchskicker bewegt und bei bester Laune gehalten werden: „Die Jungs haben alle bereits den DFB-Kindertrainer-Schein!“ Der ist Grundlage für einen „Job“ als Kindertrainer beim FSV Kettwig, in Lehrgängen bekommen die jungen Übungsleiter das nötige Rüstzeug an die Hand, um kindergerecht trainieren können. Dabei wird es an der Ruhrtalstraße nicht übertrieben mit dem „Fußball lernen“. Wertgelegt wird vor allem auf freudvolles Kicken, in umkämpften Turnieren auf dem Kleinfeld oder beim Abschlussspiel auf dem großen Platz.

Kein Fallrückzieher

Im Gegensatz zu den Fußballschulen, die überall aus dem Boden sprießen und oft von Ex-Profis geleitet werden, dementsprechend hoch sind dann die Kursgebühren, bleibt man in Kettwig auf dem Boden. So muss Frank Kuhlmann schmunzeln, als er sagt: „Bei uns wird halt kein Fallrückzieher geschult. Möchte auf unserer Asche bestimmt auch keiner ausprobieren.“ Obwohl, die Sonne knallt, auf dem trockenen Platz ist weit und breit kein Matsch zu sehen: „Das Wetter ist ein Traum!“
Überhaupt möchte Kuhlmann das Thema das Bodenbelages nicht so hoch hängen: „Entweder, man hat Spaß am Kicken - oder nicht!“ Ein gutes Beispiel: Die A-Junioren haben den Aufstieg in die Essener Leistungsliga geschafft, auch ohne Kunstrasenfeld unterm Stollen. Allerdings weiß Kuhlmann als Vorstandsmitglied auch, was für ein Standortnachteil heutzutage der antiquierte Aschenplatz darstellt: „Das erschwert unsere Arbeit schon ungemein. Aber in Sachen Kunstrasen sieht es bei uns fürs nächste Jahr gut aus, positive Signale sind da. Hoffen wir das Beste.“
Spricht’s und wendet sich wieder den Urkunden zu: „Wahnsinn, unsere Kleinen haben alle Gold erreicht!“
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