Byfang: Wallach stürzt in Bachlauf

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Foto: Mike Filzen

Ein 18 Jahre alter, rund 600 Kilogramm schwerer Wallach hat am Dienstagvormittag, 21. Juni, verbotenes Terrain betreten. Das Tier mit dem Namen "Laptop" hatte sich auf ein von seiner Weide abgeteiltes Gelände begeben und war dort in einen im Graben fließenden Bachlauf gerutscht

.

Als die Stallmeisterin des Reitervereins mittags die Tiere in den Stall holen wollte, bemerkte sie das Desaster. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr und weitere ehrenamtliche Helfer. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war klar, dass das eine anspruchsvolle Tierrettung werden würde. Die Zugänglichkeit zur Unglücksstelle führte über eine morastige, knöcheltiefe Wiese, eine Anfahrt mit schweren Fahrzeugen war unmöglich. An der gegenüberliegenden Seite stand zwar ein Radlader, wegen der Hanglage schied abeer auch er als Hilfsmittel aus. Zu groß das Risiko, dass er unter Last vornüber kippen könnte.

Aufwendige Rettungsaktion


So entschied sich der Einsatzleiter für den Einsatz der hydraulischen Seilwinde des Feuerwehrkranes. Das Seil wurde so weit wie möglich abgerollt und mit zwei zusätzlichen Drahtseilen auf die richtige Länge gebracht.
Der zwischenzeitlich eingetroffene Tierarzt gab dem Unglücksraben Beruhigungsmittel, und dann führten Feuerwehrleute und Arzt eine Schlinge unter dem Tier hindurch. Keine leichte Aufgabe im Morast und fließenden Wasser. Mehrere Ansätze und viel Fingerspitzengefühl beim Bedienen der Seilwinde waren nötig, bis Laptop nach knapp zwei Stunden schließlich auf festem, ebenen Boden lag.

18-jähriges Tier musste dennoch eingeschläfert werden


Der Tierarzt verabreichte kreislaufstabilisierende Mittel, eine Infusion tat ihr Übriges. Nach etwa einer Stunde wachte Laptop langsam auf, musste jedoch am selbigen Abend noch eingeschläfert werden. Trotz der umfangreichen tierärztlichen Maßnahmen war das rund 600 Kilogramm schwere Pferd nicht mehr auf die Beine gekommen.
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