24h Trailrunning DM durch den Arnsberger Wald

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Schon geschafft ! Peter,Birgit und Ralf im Ziel.
 
Im Ziel. Ralf und Michele Ufer (Foto: Thomas Kühnen)
Bereits zum 4. Mal findet nun schon der TrailDorado statt. Als normales Laufevent als 24 Stundenlauf begann man 2013 . Im letzten Jahr zog man dann nach Arnsberg im Sauerland um. Im Nachhinein ein absoluter Glücksgriff. Hier wurde man mit offenen Armen empfangen. Auch das gesamte Umfeld trägt die Veranstaltung mit. Man fühlt sich willkommen. Seit dem vergangenen Jahr wurde der Lauf stark aufgewertet und darf sich jetzt „Deutsche Meisterschaft im 24h- Trailrunning TRA“ nennen . Trotzdem ist weiterhin jeder Läufer willkommen. Denn hier soll nicht nur der Spitzenläufer bedient werden. Am gesamten Wochenende gibt es verschiedene Vorträge und an der Strecke wird am Lagerfeuer durchgefeiert.

Die Unterbringung

Das gesamte Event findet auf dem Gelände des SVG Jugendhof statt. Hier ist alles zentral untergebracht. Das Hauptgebäude wird schon als Traildorado-Schlößchen bezeichnet. Wenn man es sieht weiß man warum. Es hat schon was märchenhaftes an sich.Hier kann man dann auch übernachten. Für wenig Geld bekommt man ein sauberes Mehrbettzimmer mit Frühstück. Das Personal ist sehr freundlich. Veranstalter Michele Ufer lobt besonders die Hilfsbereitschaft ,die ihm hier entgegen gebracht wurde. So wurde das Umfeld auch schon mal an den Lauf angepasst.

Das Team

Ohne die freiwilligen Helfer geht es nicht und so eine Veranstaltung wäre nicht möglich. Von diesen engagierten Freiwilligen hat Michele Ufer glücklicherweise sehr viele. Die gesamten 24 Stunden sind sie geduldig und freundlich für die Starter da. Der Verpflegungspunkt ist auch mitten in der Nacht immer besetzt. Es gibt auch immer ständig neue Leckereien. Da will man manchmal gar nicht mehr weiterlaufen. Und bei dieser Kuchenauswahl muss auch ein Bäcker (oder mehrere) im Team gewesen sein. Abends kommen dann noch warme Getränke und Speisen dazu. Kann man gut gebrauchen. Es wird frisch Nachts im Sauerland. Wem es zu kalt wird,der kann sich am Lagerfeuer aufwärmen.Hier spielen am Abend gleich 2 Livebands .Nach kleineren Unfällen sind die Sanitäter durchgehend ansprechbar. Was richtig schlimmes passiert zum Glück nicht. Auch das neue Zählsystem für die Runden funktioniert perfekt. Sein Zwischenergebnis kann man sich jederzeit am Bildschirm anschauen.

Die Strecke

Hier gab es gegenüber dem Vorjahr eine Änderung. Gelaufen wurde auf einer sehr anspruchsvollen, schönen 4,11 Kilometer langen Runde mit viel Wald und 130 Höhenmetern. Gleich zu Anfang musste "die Wand" bezwungen werden. Es ist sehr steil und der Untergrund mit lockeren Geröll macht es auch nicht leichter. Da brennen schon in der ersten Runde die Oberschenkel. Aber eine DM ist ja auch kein Kindergeburtstag. Weiter geht es abwechslungsreich. Es gibt schmale Singletrails mit Wurzeln, lockeren Schotter und immer wieder Waldboden.Nach etwa der Hälfte der Strecke geht es dann überwiegend bergab bis ins Ziel. Die Strecke ist mit Flatterband und Schildern sehr gut markiert. Nachts wird sie noch zusätzlich mit Knickleuchtbändern gesichert. Das ist vorbildlich. So halten sich die Stürze in Grenzen und Verlaufen ich kann man sich auch nicht.

TC Kray mit 3 Starten dabei

Dieser großen Herausforderung stellten sich gleich 3 Läufer unseres Krayer Ultrateams. Zwei von ihnen konnten ihre Ziele Erreichen. Einmal schlug das Pech zu.
Peter Jamsek war schon im vergangenen Jahr dabei ,und konnte uns so wichtige Tipps geben. Er war mit seinem Mitstreiter vom Vorjahr , Hems Bungenberg de Jong ,verabredet, um gemeinsam 20 Runden zu laufen. Zuerst lief es auch sehr gut . Runde um Runde wurde abgespult. Nachts machten sich bei Peter das Wadenprobleme bemerkbar. Nach etwas Schlaf ging es ihm dann wieder besser .Beide erreichten ihr Ziel von 20 Runden und 82,2 Kilometer dann doch noch locker. Und für Peter war es in der DM Wertung in der M55 sogar der 3. Platz.
Ich (Ralf Schuster) ging etwas schneller an. Nach 35 Kilometern lief er dann zu Birgit Jahn auf. Jetzt liefen wir als Team weiter. Am späten Abend begann dann das Unglück. Birgit bekam starke Kniebeschwerden und ging schon früher in die Pause. Ich machte bis Mitternacht noch die 20 Runden voll. Auch die Pause brachte Bigit nicht wieder auf die Beine. Nach einer Proberunde musste sie leider mit 65,76 Kilometern abbrechen.
Ich ging dann um 5 Uhr alleine auf die Strecke. Die Ruhe hatte mir gut getan,es lief. Nach dem Schuhwechsel waren meine Achillessehnenschmerzen verschwunden. Am morgen übernahm Birgit dann meine Betreuung,war in jede Runde da. Das half schon sehr ,auch weil es die letzten 4 Stunden auch nicht leichter wurde. Aber ich fand meinen Rhythmus, konnte das Tempo gleichmäßig laufen. Für die letzte Runde war dann noch reichlich Zeit über. Nochmal in Ruhe von der Strecke verabschieden, sogar genießen. Dann kommt das Ziel. Die Vorgabe von 123,3 Kilometer(30 Runden) ist erreicht ! Zu Belohnung gibt es noch den AK Sieg in der M55 obendrauf. Wahnsinn !!Es gibt großen Applaus ,als ich ins Ziel komme. Birgit und Peter sind natürlich auch da, gratulieren mir herzlich. Iris und Biggi sind extra angereist. Ich bin völlig kaputt , aber sehr zufrieden. Was für ein Tag , was für ein Lauf ! Es war mein erster 24 Stundenlauf. Hier will ich nächstes Jahr wieder hin.

Alle Ergebnisse :
http://www.traildorado.com/
2
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1 Kommentar
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Barbara Sult aus Essen-Steele | 10.10.2016 | 19:49  
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