Essener Stiftsschule probt den Schweinachtsmann

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Gruppenbid mit Schweinachtsmann ...
Es ist mucksmäuschenstill in der Milchhalle der Stiftsschule. Die Proben für das Weihnachtsmusical sind in vollem Gange und Susanne Hilbert hat ihre Truppe gut im Griff: „Das, was ich hier sage, gilt für alle, auch für das Schwein“, schallt es durch den Raum.

Susanne Hilbert ist von Haus aus Pianistin. Disziplin ist ihr ein Begriff und beim Bändigen der Meute aus Zweit-, Dritt- und Viertklässlern unerlässliches Utensil, um eine vernünftige Probenarbeit absolvieren zu können. Schon mehrmals hat die Stadtwälderin Stücke aus der Feder ihres Mannes Jörg Hilbert auf die Bühne gebracht - auch bis weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Derzeit ist es nicht Ritter Rost, sondern der Schwei­nachtsmann, der am Samstag, 30. November, 15 und 17 Uhr, und am Sonntag, 1. Dezember, 11 und 15 Uhr, in der Aula der Albert-Einstein-Realschule, Ardeystraße 1, zu sehen sein wird.

Ehefrau des Autors probt mit den Kids

Daher gelten Hilberts Anweisungen also auch für das Schwein, das ja schließlich Hauptdarsteller dieser Produktion sein wird. In gleich zwei Ensembles - als Schweine- und als Rentierteam - wird das Stück an zwei Tagen in jeweils zwei Aufführungen gezeigt, der Andrang an spielbegeisterten Schülern war im Vorfeld groß. Seit den Sommerferien wird bereits geprobt.
„Die Kinder haben zum Teil große Textmengen zu bewältigen und müssen dazu singen können“, erklärt Hilbert das Anforderungsprofil an die „Kleindarsteller“. Für die Hauptrollen hat sie im Vorfeld sogar ein Casting gemacht. Schließlich ist Gesangs- und Schauspieltalent nicht jedem in die Wiege gelegt.
„Mir macht das Riesenspaß, zusammen mit Kindern Musicals auf die Bühne zu bringen“, betont Susanne Hilbert. Im Kindergarten der eigenen Kinder hat sie damals zum ersten Mal Ritter Rost auf die aufgeführt. „Natürlich braucht man dabei Nerven wie Drahtseile!“
Den Schweinachtsmann hat sie nicht etwa ausgewählt, weil er von ihrem Mann ersonnen und von einem Freund der Familie, Felix Janosa, vertont wurde, sondern weil sie das Stück schlichtweg gut findet. Und wer die Melodien und Texte hört, schließt sich dieser Meinung schnell an.
Einmal pro Woche wird geprobt, kurz vor der Aufführung natürlich häufiger. Einige Mütter sind mit beteiligt und nähen Kostüme, zaubern Kulissen oder studieren mit den Kindern Choreographien ein, die die Tanzszenen fast professionell wirken lassen.
Petra Andrich kümmert sich als Schulpflegschaftsvorsitzende um die Organisation. „Wir freuen uns auch sehr über die finanzielle Unterstützung der Fördergemeinschaft unserer Schule“, ergänzt sie.
Ob der Schweinachtsmann letztendlich seiner Aufgabe als Weihnachtsmannersatz gerecht werden kann, mag jeder selbst überprüfen. Karten gibt es ab sofort bei Schreibwaren Heger, der Buchhandlung Leselust, dem Schuhhaus Bramkamp, der Papeterie Petersen und in der Stiftsschule.
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