Elegante Moves und fette Beats: Parkour-Anlage auf Zollverein eröffnet

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Fotos: Debus-Gohl
Sie sind gelenkig, mutig, elegant und vor allen Dingen "wasserfest": Gut zwei Dutzend Traceure ließen sich am Samstagnachmittag auch vom Dauerregen nicht davon abhalten, die Eröffnung der größten Parkour-Anlage des Ruhrgebiets im Schatten der Zollverein-Kokerei mit ausgeklügelten Moves zu begleiten.

Auf rund 600 Quadratmetern Übungsfläche hat die junge urbane Parkour-Szene jetzt einen Treffpunkt gefunden. Was aussieht wie eine Ansammlung ungeordneter Betonblöcke und –Halbkugeln, die teilweise mit Metallrohren verbunden sind, ist ein Trainingsgelände für Anfänger und Fortgeschrittene der Bewegungsphilosophie, die sich Parkour nennt. Die Idee, die dahinter steckt, ist, einem direkten Weg von Punkt A zu Punkt B zu finden und dabei Hindernisse möglichst elegant zu überwinden.

Schon vor mehr als einem Jahrzehnt trafen sich erste Traceure, so nennen sich Parkour-Sportler, bei der Essener AWO im Julius-Leber-Haus zum Indoor-Training. Jetzt ist es wieder die AWO, genauer das Jugendhilfe-Netzwerk der AWO in Katernberg, das die neue Anlage betreut und schon vor der Eröffnung seit dem Sommer, gemeinsames Parkour-Training auf Zollverein organisiert.

Geboren wurde die Idee, auf Zollverein ein Parkour-Zentrum einzurichten, schon 2014 beim Jugendforum Zollverein. Es bedurfte der Unterstützung durch die Politik und einiger Institutionen, bis aus der Idee jetzt diese von den Traceuren hochgelobe Anlage wurde. Neben der zuständigen Bezirksvertretung waren es wesentlich das Projekt „Zollverein mittendrin“ der Stiftung Zollverein und das Programm „Soziale Stadt“ der Stadt Essen, die durch ihre Beteiligung die Realisation dieses in der Region einmaligen Konzeptes möglich machten. Das betonten auch die Festredner, zu denen unter anderem Bürgermeister Franz-Josef Britz, Jolanta Nölle vom Vorstand der Zollverein-Stiftung, Judith Schlupkothen vom AWO-Kreisvorstand und die AWO-Parkour-Projektleiterin Carina Hommel gehörten.
Dann hielt auch strömender Dauerregen die jungen und älteren Parkour-Freunde nicht davon ab, ihr neues Reich zu erobern. Zu fetten Beats, die ein DJ über die Anlage wummern ließ, erlebten die wetterfesten Gäste fliegende Menschen und lernten, wieviel Körperbeherrschung dazu gehört, einen eleganten Move an einer Beton-Halbkugel auszuführen. Ganz kleine Besucher balancieren derweil an den Händen ihrer Eltern über Eisenstangen und wagten kleine Sprünge auf den gelenkschonend angelegten federnden Untergrund.

Wie es jetzt mit der für alle offenen Anlage weitergeht und wer sich wie am Betrieb beteiligen kann, darum geht es am Mittwoch, 18. Oktober, um 17.30 Uhr bei einem Treffen im Kokerei-Café, in unmittelbarer Nähe zum Parkour-Gelände. Fest steht schon jetzt, dass die offenen Trainingseinheiten freitags von 18 auf 17 Uhr wegen der kommenden Winterzeit vorverlegt werden.
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