Eine Stunde lang Vögel zählen: Mitmachen kann jeder

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Die Blaumeise gehört zu den häufigsten Singvogelarten in unseren Parks und Gärten. (Foto: Nabu/Derer)

Frühlingsblumen blühen, Bienen sammeln Pollen - so richtig winterlich ist es
ja nicht. Dennoch schlägt bald die „Stunde der Wintervögel“. So nennt der
Naturschutzbund (Nabu) seine Zählaktion und ruft zum Mitzählen im Garten oder Park auf.

Vom 8. bis 10. Januar 2016 findet zum sechsten Mal die bundesweite „Stunde der
Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland und sein bayerischer Partner
Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die
Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des
Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Wobei letztere in Essen längst nicht mehr so häufig sind wie noch vor einigen Jahrzehnten.

77.000 Zähler machten 2015 mit


Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Jahr der Stieglitz, Vogel des Jahres
2016. Sein Bestand nimmt deutschlandweit stark ab. Dieser farbenfrohe Finkenvogel
ist bei uns das ganze Jahr über zu sehen und bekommt im Winter sogar Zuzug von Verwandten aus dem Norden und Osten. Gerade in Gärten, wo Stauden, die Samen angesetzt haben, über Winter stehen bleiben, findet er Nahrung. Bisher liegt die Art mit durchschnittlich 0,35 gezählten Vögeln pro Garten auf Rang 22 der häufigsten
Wintervögel.

Gab es zu Anfang viele Skeptiker gegenüber der Einbeziehung so vieler zufällig
ausgewählter Standorte, wird die „Stunde der Wintervögel“ nun vom Nabu als „die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands“ bezeichnet, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt.

2015 beteiligten sich an der Aktion mehr als 77.000 Vogelfreunde. Interessierte
erfahren mehr - auch über die Teilnahmemodalitäten - auf www.nabu.de.
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